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Gestaltungsstrategien, Styleguides und Layouts für stationäre und mobile Medien. Buchpublikation von Torsten Stapelkamp,...

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Es ist ein Lehnwort aus dem Englischen, das wiederum aus dem Lateinischen abgeleitet ist (designare = (be)zeichnen) und in viele Sprachen Eingang gefunden hat.<br /> Inhaltsverzeichnis<br /> [Verbergen]</p> <p> * 1 Begriff<br /> * 2 Pluralismus und Design<br /> * 3 Design schafft Werkzeuge<br /> * 4 Prozesshaftigkeit von Design<br /> * 5 Design nutzt vielf&auml;ltigstes Wissen<br /> * 6 Funktionen von Design<br /> o 6.1 Funktionen f&uuml;r den K&ouml;rper<br /> o 6.2 Funktionen f&uuml;r den Verstand und die Psyche<br /> * 7 Die freie Anwendungsphase<br /> * 8 Weiterreichende Konsequenzen von Design<br /> * 9 Theoretische Grenzen des Design<br /> * 10 Designdisziplinen<br /> * 11 Siehe auch<br /> * 12 Literatur<br /> * 13 Weblinks<br /> o 13.1 Allgemein<br /> o 13.2 Organisationen<br /> o 13.3 Aktuelles<br /> o 13.4 Studium</p> <p>Begriff [Bearbeiten]</p> <p>Im Englischen und Franz&ouml;sischen bedeutet design &bdquo;Gestaltung&ldquo; oder &bdquo;Entwurf&ldquo;, w&auml;hrend das italienische disegno &quot;Zeichnung&quot; st&auml;rker einen erprobenden Vorgang betont, &auml;hnlich dem spanischen dise&ntilde;o. Im Gegensatz zum deutschen Sprachgebrauch, der eher auf formal/k&uuml;nstlerischen Aspekte abzielt und den Designbegriff weitgehend verdinglicht, umfasst der angels&auml;chsische Begriff design auch technisch-konstruktive Anteile der &bdquo;Gestaltung&ldquo;. Im Deutschen ist die Bezeichnung &quot;Design&quot; als Bezeichnung f&uuml;r den Prozess des bewussten Gestaltens vor allem einer Fachszene gel&auml;ufig. Im Verlauf der j&uuml;ngeren Designgeschichte wurde er Bestandteil des allgemeinen Sprachgebrauchs. Hier dient er h&auml;ufig als Sammelbegriff f&uuml;r alle bewusst gestalteten Aspekte eines realen oder virtuellen Objektes, einer Dienstleistung oder Marke. Design wird damit entgegen dem Selbstverst&auml;ndnis der Designer immer noch als Applikation, als &quot;add on&quot; missverstanden, das vor allem &auml;sthetischen Regeln zu folgen habe. Tats&auml;chlich ist der Designprozess in seiner Praxis weitgehend wertneutral. Seine Ergebnisse sind stets vorl&auml;ufig und k&ouml;nnen von anderen Designprozessen verbessert, &uuml;berholt oder in Frage gestellt werden. Die Ausweitung des Designbegriffes, seine &Ouml;ffnung zu verschiedenen Lebensbereichen, die seit den achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts zu beobachten ist, f&uuml;hrte weltweit zu einem verst&auml;rkten Interesse an den Ergebnissen des Designvorganges und bewirkte zugleich eine st&auml;rkere Unsch&auml;rfe des Begriffs. Der Wandel des Designbegriffs wird von einem Teil der in den Designprozess Involvierten als &quot;Inflationierung&quot; kritisiert. Tats&auml;chlich hat sich nicht nur der Sprachgebrauch gewandelt, vor allem die Anwendungsbereiche von Designprozessen haben sich vermehrt. Den Begriff &quot;Design&quot; allein auf den Entwurf von Objekten zu beschr&auml;nken entspricht daher nicht mehr den Tatsachen. Die R&uuml;ckkehr zu tradierten Begriffen wie &quot;Form&quot; oder &quot;Gestalt&quot; verbietet sich damit schon aus rein sachlichen Gr&uuml;nden.</p> <p>Pluralismus und Design [Bearbeiten]</p> <p>Anders als bei eindeutigen Wissenschaften wie etwa der Mathematik kann die Perspektive, das T&auml;tigkeitsfeld oder die &raquo;Disziplin&laquo; Design nicht auf einen allgemein anerkannten Nenner gebracht werden. Vor allem muss besonders im Design (noch) stark zwischen Theorie und Praxis unterschieden werden. Schlie&szlig;lich liefert die Designtheorie bislang kaum konkrete Anhaltspunkte, die in der Praxis genutzt werden k&ouml;nnen, so dass die praktisch agierenden Designer in der Tat sehr ungebunden von einer Theorie arbeiten, sich dabei jedoch trotzdem an empirischen Erkenntnissen, Konzepten und teils logischen Systemen orientieren. Hinzu kommt in der Praxis eine Instanz f&uuml;r Entscheidungen, die oft als &raquo;Intuition&laquo; bezeichnet wird. Die Theorie besch&auml;ftigt sich folglich auf einer anderen Ebene mit Design und entwickelt Modelle, um die Designpraxis zu erfassen oder zu erkl&auml;ren. Weiterhin ist sie darum bem&uuml;ht, Erkenntnisse zu gewinnen, die in der Praxis der Zukunft genutzt werden k&ouml;nnten. Vereinfacht kann man sagen, dass es nur eine Praxis gibt, jedoch viele theoretische Modelle zum Design. Die Praxis arbeitet einfach auf ihre Effizienz hin und nimmt kaum R&uuml;cksicht darauf, welche disziplin&auml;ren Grenzen sie durchbricht. Die Theorie hingegen muss notwendigerweise gewisse Verallgemeinerungen schaffen oder Ph&auml;nomene auf eine begriffliche Ebene bringen, wodurch eben theoretische Modelle entstehen. Diese sind immer auch mit &raquo;Grenzen&laquo; der Beschreibbarkeit verbunden. Um mathematische Vergleichsbegriffe zu verwenden: Die Praxis ist ein Kontinuum, w&auml;hrend die Theorie immer diskrete Modelle entwickelt. Diese Einleitung ist wichtig, da erstens die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis erkannt werden sollte und zweitens, um die Einbindung verschiedener theoretischer Modelle zu legitimieren. Schlie&szlig;lich kann ein Artikel wie dieser nur theoretische Reflexion sein.</p> <p>Design schafft Werkzeuge [Bearbeiten]</p> <p>Design versucht vorgefundene Gegenst&auml;nde und Informationen neu zu organisieren und zu strukturieren und sie somit letztlich besser handhabbar zu machen. Designer f&uuml;hlen sich von ihrem Berufsverst&auml;ndnis oft der Verbesserung von Gegenst&auml;nden und Strukturen verpflichtet. Mit ihren Entw&uuml;rfen versuchen sie vielf&auml;ltigsten Bed&uuml;rfnissen zu entsprechen. Diese Bed&uuml;rfnisse reichen von k&ouml;rperlichen und psychischen Bed&uuml;rfnissen bis hin zu Anforderungen des menschlichen Verstands an die gegenst&auml;ndliche Umwelt &ndash; siehe hierzu beispielsweise Abraham Maslow oder Immanuel Kant. Designer bem&uuml;hen sich gezielt um die Befriedigung komplexer Bed&uuml;rfnisse und Anspr&uuml;che. Dadurch erscheinen ihre Entw&uuml;rfe zweckorientiert. In der Designtheorie wurde daf&uuml;r der Begriff der Funktionalit&auml;t gepr&auml;gt, der sich jedoch all zu oft als Leerformel erwiesen hat. Denn Funktionalit&auml;t ist letztlich eine Frage von Zuschreibungen und Projektionen. Nicht zuletzt durch seine Zweckorientierung unterscheidet sich Design von der Kunst. &Auml;hnlich wie in der Architektur ist jedoch ein Entwurf, der allein auf &auml;u&szlig;ere Zwecke (Auftraggeber, Markterfolg etc.) setzt und k&uuml;nstlerische Impulse zugunsten einer pseudowissenschaftlichen Begr&uuml;ndbarkeit ausblendet, fragw&uuml;rdig und wenig reizvoll.</p> <p>Prozesshaftigkeit von Design [Bearbeiten]</p> <p>Design orientiert sich stets an ausgew&auml;hlten menschlichen Bed&uuml;rfnissen. Design folgt dabei nicht allein selbst gesetzten Regeln und Intentionen, sondern muss sich vor allem mit den Interessen jener Gruppen oder Personen auseinandersetzen, denen das Design dienlich sein soll. Am Beginn eines Entwicklungsprozesses steht die Analyse des Vorgefundenen und der Anforderungen an ein innovatives Konzept. Auf die Analyse folgt die Konkretisierung eines Konzepts. Das Konzept des Designers definiert bereits erste Ideen zur Beschaffenheit eines Systems oder Objekts. Dabei w&auml;hlt der Designer die Mittel aus, die ihm zur Erf&uuml;llung der Zwecke geeignet erscheinen und kombiniert diese systematisch. Dadurch, dass der Mensch unter anderem ein k&ouml;rperliches &raquo;Sinnwesen&laquo; ist, also nur &uuml;ber physische Mittel, vor allem &uuml;ber die Sinne, mit der Umwelt interagieren kann, muss notwendigerweise jedes Design letztlich physisch und r&auml;umlich werden &ndash; zu einem Objekt, das auf den K&ouml;rper einwirken oder von dessen Sinnen erfasst werden kann. So bed&uuml;rfen Design-Objekte und auch -Systeme letztlich einer Gestalt, die in der konkreten Entwurfsphase definiert wird. Zuletzt wird der Entwurf in die Umwelt implementiert: er wird beispielsweise in industrieller Serienproduktion hergestellt, vermarktet und verkauft.</p> <p>Design nutzt vielf&auml;ltigstes Wissen [Bearbeiten]</p> <p>Konzepte und Objekte, die f&uuml;r den Menschen geschaffen sind, besitzen vielschichtige Eigenschaften. In der Praxis werden f&uuml;r die Entwicklung von solchen Konzepten und Objekten unterschiedlichstes Wissen oder Elemente benutzt, die aus designtheoretischer Sicht nicht spezifisch f&uuml;r das Design sind. Die meisten industriell hergestellten Objekte bed&uuml;rfen beispielsweise der Mitwirkung von Technikern, Ingenieuren und Marktstrategen, um aus der Konzeptrealit&auml;t in die Marktrealit&auml;t einzutreten. Die Designtheorie beschr&auml;nkt ihren Fokus jedoch lediglich auf designspezifische Aspekte. Zwar ist die Verkn&uuml;pfung etwa von Ingenieurswissen, soziologischem und psychologischen Erkenntnissen zwar f&uuml;r die Theorie interessant, jedoch sind technische Motoren, Erkenntnisse &uuml;ber Gruppenverhalten oder tiefenpsychologische Modelle f&uuml;r sich genommen keine Gegenst&auml;nde, die spezifisch f&uuml;r das Design w&auml;ren. In der Praxis werden diese und viele andere Elemente jedoch von den Designern genutzt und in umfangreichere Konzepte und Systeme f&uuml;r den Menschen mit einbezogen. Hier zeigt sich, dass die Designpraxis vielf&auml;ltigstes Wissen unterschiedlichster Herkunft nutzt. Das Design entwickelt quasi eine &uuml;bergeordnete Syntax, eine Ordnung, um auf den Menschen zu wirken.</p> <p>Funktionen von Design [Bearbeiten]</p> <p>Geht man von einer Betrachtung aus, die eher ph&auml;nomenologisch ist, lassen sich die Funktionen von Design kaum katalogisieren. Schlie&szlig;lich gibt es im Grunde ebenso viele Funktionen wie menschliche Bed&uuml;rfnisse und Individuen. Hinzu kommen zeitliche Aspekte, da sich die Menschen als Individuen oder als Gruppen stetig ver&auml;ndern &ndash; und damit auch ihre Bed&uuml;rfnisse. Dennoch gibt es viele theoretische Bestrebungen, um einen Katalog von Funktionen zu erstellen, der spezifisch f&uuml;r Design ist. An dieser Stelle k&ouml;nnen jedoch nur einige kurz aufgef&uuml;hrt werden. Die einzelnen Modelle sind unter Theoretikern je nach Auffassung teils umstritten.</p> <p>Der &raquo;Offenbacher Ansatz&laquo;, von Dagmar Steffen entwickelt (Steffen, Dagmar, Design als Produktsprache &ndash; Der &raquo;Offenbacher Ansatz&laquo; in Theorie und Praxis, Verlag form, Frankfurt/Main, 2000), bezieht sich vor allem auf Produkte und deren semantische Ebenen. Genannt werden folgende Kategorien:</p> <p>a) praktische Funktionen<br /> b) formal-&auml;sthetische Funktionen und<br /> b) zeichenhafte/semantische Funktionen,<br /> wobei letztere unterteilt werden in die Unterkategorien Anzeichenfunktionen und symbolische Funktionen.</p> <p>W&auml;hrend sich die praktischen Funktionen eher auf die physischen Eigenschaften von Gebrauchsgegenst&auml;nden beziehen &ndash; eine Schere soll gut schneiden k&ouml;nnen, ein Griff soll gut in der Hand liegen etc. &ndash; beziehen sich die formal-&auml;sthetischen Funktionen auf die formalen Eigenschaften von Produkten und deren rein &auml;sthetische Ordnung. So wird z.B. der Grad der Komplexit&auml;t eines Produkts hinsichtlich verschiedenartiger Formen erfasst. Die Kategorie der Anzeichenfunktionen bezeichnet solche Elemente eines Objekts, die auf dessen Funktion, auf bestimmte Eigenschaften und den m&ouml;glichen Gebrauch zeichenhaft hindeuten. Ein markanter, roter Anschalt-Hebel besitzt insofern eine Anzeichenfunktion, indem erstens angelernt ist, dass ein gro&szlig;er Hebel meistens eine Maschine ein- oder ausschaltet. Zweitens zieht die rote F&auml;rbung besondere Aufmerksamkeit auf sich und &raquo;zeigt an&laquo;, dass er wichtig ist. Die symbolischen Funktionen beziehen sich vor allem auf die sozialen oder psychologischen Aspekte eines Objekts und gehen oft einher mit Gruppendynamik &ndash; ein auff&auml;llig teures Auto soll zum Beispiel den Status des Besitzers symbolisieren. Die symbolischen Funktionen beziehen sich somit auf die Position und Bedeutung eines Objekts innerhalb eines umfangreichen gesellschaftlichen Szenarios. Gleichzeitig kann ein Objekt aber f&uuml;r einen einzelnen Menschen eine besondere symbolische Funktion besitzen, als Andenken oder als &raquo;Anker&laquo; f&uuml;r eine Erinnerung etwa.</p> <p>Beat Schneider stellt in seinem Buch Design - Eine Einf&uuml;hrung (Schneider, Beat, Design - eine Einf&uuml;hrung, Birkh&auml;user Verlag, 2005) folgende Kategorien vor und geht damit auch &uuml;ber das Produktdesign hinaus:</p> <p>a) technisch-praktische Funktionen<br /> b) &auml;sthetische Funktionen<br /> und. c) symbolische Funktionen.</p> <p>Mit der ersten Kategorie sind wieder die physischen Funktionen von Objekten gemeint. Auch die dritte Kategorie &auml;hnelt der Definition des Offenbacher Ansatzes. Unter der Kategorie der &auml;sthetischen Funktionen werden jedoch weitreichend alle kommunikativen, informativen und formalen Funktionen erfasst, die auf die Sinneswahrnehmung und den Verstand oder auf die Psyche abzielen.</p> <p>Innerhalb der kommunikativen Funktionen hat Gui Bonsiepe 1964 im Zusammenhang mit der HfG Ulm u.a. zwischen den<br /> a) informativen Funktionen und den<br /> b) persuasiven Funktionen</p> <p>unterschieden. (Bonsiepe, Gui, Erziehung zur visuellen Gestaltung, Artikel in Ulm 12/13 Zeitschrift der Hochschule f&uuml;r Gestaltung Ulm, HfG Ulm, Ulm 1964)</p> <p>Erstere Kategorie bezieht sich auf solche Kommunikationsformen, deren Zweck eine sachliche, rationale Informationsvermittlung ist. Es soll kein weiteres Ziel erreicht werden, als den Rezipienten neue Information oder Wissen zukommen zu lassen. Durch eine persuasive Funktion soll eine Person jedoch zu einem Verhalten &uuml;berredet oder gedr&auml;ngt werden. In der Werbung beispielsweise werden persuasive Funktionen h&auml;ufig aktiv, denn die potentiellen K&auml;ufer sollen mit unterschiedlichen Mitteln zum Kauf angeregt werden.</p> <p>Der Autor dieses Artikels hat, zum Teil auf Grundlage der oben beschriebenen Kategorien, einen detaillierten Katalog von Funktionen erarbeitet, die sich jedoch inhaltlich teils &uuml;berschneiden k&ouml;nnen. Vor allem lassen sich die Funktionen in die Kategorien Funktionen f&uuml;r den menschlichen K&ouml;rper und solche f&uuml;r den Verstand und die Psyche beschreiben.</p> <p>Funktionen f&uuml;r den K&ouml;rper [Bearbeiten]</p> <p>Ergonomische Funktionen Gemeint sind solche Aspekte, die auf die spezifischen direkten Anforderungen des menschlichen K&ouml;rpers an seine Umwelt eingehen, z.B. die geeignete Temperatur eines Raumes oder Licht, das nicht blendet. -&gt; siehe Ergonomie</p> <p>Gebrauchf&ouml;rdernde Funktionen I Alle Ebenen von Objekten, die den K&ouml;rper beim Gebrauch unterst&uuml;tzen, sind hier erfasst, z.B. die Griffe an einer Schere, die durchaus auch ohne diese funktionieren w&uuml;rde.</p> <p>Funktionen f&uuml;r den Verstand und die Psyche [Bearbeiten]</p> <p>Gebrauchf&ouml;rdernde Funktionen II Eine solche Funktion soll die Bedingungen und Eigenschaften von Objekten erkl&auml;rend darstellen, z.B. die oben erw&auml;hnte rote F&auml;rbung eines Einschalt-Hebels.</p> <p>Informative Funktionen s.o: Gui Bonsiepe</p> <p>Didaktische Funktionen Solche Systeme, die gezielt und systematisch neue Erkenntnisse und Wissen vermitteln wollen, besitzen eine didaktische Funktion, so z.B. lernorientierte Schaubilder f&uuml;r Schulb&uuml;cher. -&gt; siehe Didaktik</p> <p>Zeichenfunktionen Objekte, die als konkretes oder abstraktes Zeichen auf einen Inhalt o.&auml;. hindeuten, verf&uuml;gen &uuml;ber eine Zeichenfunktion, so z.B. ein klassischer Pfeil oder auch die Figuren auf WC-Kabinen. Immer bed&uuml;rfen Zeichen eines vorhergehenden Lernprozesses, damit sie verstanden werden, wobei bestimmte (konkrete) Zeichen allein aus kultur&uuml;bergreifendem Gebrauch desselben (in eine Richtung deutender Finger) oder aus globaler Bekanntheit des Bezeichneten und unmittelbarem z.B. visuellem Bezug des Zeichens zu diesem (Figuren auf WC-Kabinen) somit allgemein verstanden werden k&ouml;nnen.</p> <p>Symbolische Funktion Die symbolische Funktion l&auml;sst sich nur bedingt als Funktion f&uuml;r den Verstand einordnen, da sie auch psychische Aspekte mit einbezieht. Geht man jedoch vom Empf&auml;nger aus, der ein Symbol deutet, wird klar, dass ein solches zun&auml;chst auf den Verstand wirkt. Nichtsdestotrotz macht die Verbindung von Symbolen zu umfangreichen psychischen Bed&uuml;rfnissen deutlich, dass eine Zuordnung auch weiter unten passen w&uuml;rde. Immerhin bedienen Symbole solche Bed&uuml;rfnisse wie Achtung, Liebe oder Zugeh&ouml;rigkeit (siehe hierzu: A. Maslow)</p> <p>Vermittlungsfunktion Design vermittelt h&auml;ufig zwischen immateriellen Inhalten (z.B. wissenschaftliche Erkenntnisse), digitalen Umgebungen oder nicht unmittelbar pr&auml;senten Personen und den Menschen - etwa in der Gestalt von k&uuml;nstlichen Bildern, Interfaces (Mensch-Maschine-Schnittstellen) oder einfach Briefen. Immer dann, wenn Information nicht unmittelbar physisch pr&auml;sent ist oder mit nat&uuml;rlichen menschlichen Mitteln nicht erfasst werden kann, werden Vermittlungsfunktionen ben&ouml;tigt, die eben zwischen dem Immateriellen oder Fernen und den Sinnen der Menschen vermitteln.</p> <p>Strukturierende Funktion Da der Mensch nur mit den Sinnen wahrnimmt, ben&ouml;tigen viele Konzepte eine Gestalt, eine Struktur, um &uuml;berhaupt nutzbar zu sein. So besitzen die Ma&szlig;einheiten eines Lineals eine strukturierende Funktion, denn nur dadurch, dass das Konzept gleichm&auml;&szlig;ig unterteilter (diskreter) Einheiten eine sinnlich erfahrbare Form bekommt, kann es funktionieren.</p> <p>Allgemeine psychologische Funktionen Grunds&auml;tzlich kann jede Gestalt auf die menschliche Psyche wirken: Bestimmte Farben besitzen bestimmte psychologische Wirkungen; Formen werden von den Menschen unterschiedlich bewertet und beeinflussen unsere Stimmung. Auf empirischer, wissenschaftlicher Basis wurden bestimmte Zusammenh&auml;nge zwischen konkreten Formen und psychischen Konsequenzen aufgezeigt. Trotz allem ist der Faktor der Subjektivit&auml;t sehr hoch, da nat&uuml;rlich jedes Individuum sehr eigent&uuml;mlich auf Formen und Gestalten reagiert. Dennoch sollen Designs oft gezielt psychologische Funktionen erf&uuml;llen und z.B. das Wohlbefinden in R&auml;umen beeinflussen.</p> <p>Persuasive Funktionen siehe Gui Bonsiepe</p> <p>Die freie Anwendungsphase [Bearbeiten]</p> <p>Design ist funktional. Die Objekte sollen ihren Zweck erf&uuml;llen und jene Funktionen ausf&uuml;hren k&ouml;nnen, die vom Entwickler des Objekts festgelegt wurden. Zum Beispiel soll ein Plakat bestimmte Information vermitteln oder ein Stuhl soll seine ergonomische Funktion erf&uuml;llen. Im Entwicklungsprozess wurden die Funktionen quasi ins Objekt &quot;eingebettet&quot;. In der Anwendungsphase der Objekte werden die m&ouml;glichen Funktionen nun genutzt - im Idealfall f&uuml;r den Entwickler entsprechend seiner Interessen. Hinzu kommt nun jedoch, dass auch der Benutzer bestimmte Interessen hat und die Objekte entsprechend seinem subjektiven Hintergrund nutzt, deutet oder sogar umnutzt. Schlie&szlig;lich kann vom Entwickler nicht immer eindeutig vorhergesehen werden, welche &quot;Performance&quot; die Objekte in der Anwendungsphase ausf&uuml;hren. Plakate k&ouml;nnen missverstanden werden, durch Hinzuf&uuml;gen von weiterem Inhalt kann der Inhalt einer Botschaft ver&auml;ndert werden, St&uuml;hle werden genutzt, um andere Gegenst&auml;nde darauf abzulegen &ndash; um nur einige einfache Beispiele zu nennen. Uta Brandes f&uuml;hrte den Begriff &quot;Nicht Intentionales Design&quot; ein, der auf die spontane und gezielte Umnutzung von Objekten hindeutet, so dass diese nicht mehr dem vorgesehenen Zweck entsprechend gebraucht werden (Brandes, Uta / Steffen, Miriam / Stich, Sonja, Nicht Intentionales Design (NID): Die allt&auml;gliche Umgestaltung des Gestalteten im Gebrauch, unver&ouml;ffentlichter Forschungsbericht, K&ouml;ln 1999).</p> <p>Weiterreichende Konsequenzen von Design [Bearbeiten]</p> <p>Die oben beschriebenen Funktionen beziehen sich eher auf eine unmittelbare Wirkung auf einzelne Personen oder Gruppen. Einwirkungen von Entw&uuml;rfen vollziehen sich in den seltensten F&auml;llen nach einem simplen Reiz-Reaktions-Schema. Informationen eines Plakats, Aussagen eines Werbespot und dergleichen verst&auml;rken oder neutralisieren einander. Sie tragen zu einem permanenten Ranking von Marken und mittlerweile auch politischen Gruppierungen oder Pers&ouml;nlichkeiten bei. So kann Design durch seine Stringenz umfassende Prozesse verst&auml;rken, die von Entwicklern bzw. Auftraggebern zuvor geplant wurden und ihren Intentionen und Interessen entsprechen. Auch in der reinen Entwicklungsphase von Objekten ergeben sich Aufgaben und Fragestellungen, deren weitreichende Konsequenzen im Designprozess kaum thematisiert werden. Gestalter wie Otl Aicher stellten daher an den Anfang eines Entwurfsprozesses stets eine Art &quot;De-Briefing&quot;, mit dem sie tats&auml;chliche von vorgeblichen Zielen zu unterscheiden suchten.</p> <p>Wirtschaftliche Konsequenzen Design wird genutzt, um Produkte und Dienstleistungen zu optimieren und zu differenzieren: Anbieter A will sich etwa von Anbieter B abheben; er will sich markant im Markt positionieren und den Absatz f&ouml;rdern. Aus diesem Grund erarbeitet das Design eine umfassende Designstrategie, die von einem Corporate Design &uuml;ber effiziente Werbema&szlig;nahmen bis zu einer innovativen Produktlinie reicht. Nicht zuletzt auf Grund einer effizienten Designstrategie werden Produkte und Dienstleistungen gekauft, so dass sich durch Design nun weitreichende wirtschaftliche Konsequenzen ergeben &ndash; nicht nur f&uuml;r das einzelne Unternehmen, sondern teils f&uuml;r den gesamten Markt. Klare Kostenkalkulationen spielen schon in der Entwicklungsphase der Produkte eine Rolle. So kann die simple &Auml;nderung in der Materialwahl oder der Konstruktion eines Produkts Kosten sparen oder explodieren lassen, seine Attraktivit&auml;t steigern oder minimieren.</p> <p>Politische Konsequenzen Da Design auch f&uuml;r politische Wahlkampagnen genutzt wird, hat es auch hier weitreichende Konsequenzen. Nicht nur klassische Mittel wie Wahlplakate, sondern auch ungew&ouml;hnliche Ger&auml;te werden unter Mitwirkung von Designern entwickelt. In den letzten Jahren hat der Wahl-O-Mat immer mehr Aufmerksamkeit bekommen: ein Programm, das von der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung bereitgestellt wird, ermittelt durch einen Online-Fragebogen, welche Partei am besten zum Benutzer passt. Durch Auswahl der Fragen und Antwort-Optionen wird dem Wahl-O-Mat eine Struktur gegeben, die man als Design bezeichnen kann. Es handelt sich um eine informative Struktur f&uuml;r den Menschen. Durch ein kanalisierendes Ger&auml;t wird der W&auml;hler in seiner Entscheidung f&uuml;r eine Partei m&ouml;glicherweise beeinflusst: Er w&auml;hlt eine bestimmte Partei. Mit politischen Konsequenzen sind jedoch nicht nur partei-politische Effekte gemeint, wie unten ersichtlich wird.</p> <p>Soziale Konsequenzen Im Rahmen der Beschreibung der symbolischen Funktion wurden gruppendynamische Effekte schon angesprochen. Zum Beispiel soll ein teures Fahrzeug und der Besitz bestimmter Kleider einer Gruppe den sozialen Status des Besitzers vermitteln oder die Gruppenzugeh&ouml;rigkeit unterst&uuml;tzen. Im Entwicklungsprozess sind solche Effekte teils nur schwer zu planen, jedoch wird unter anderem durch Werbung und andere Marketingma&szlig;nahmen versucht, solche sozialen Konsequenzen zu steuern, um die Produkte genauer platzieren zu k&ouml;nnen. Vor allem aber ziehen auch die Stadtplanung und Architektur, die man in einem umfassenden Verst&auml;ndnis ebenfalls als Design bezeichnen kann, weitreichende soziale und auch politische Konsequenzen nach sich. Werden soziale Gruppen mit niederem Einkommen etwa au&szlig;erhalb von Gro&szlig;st&auml;dten angesiedelt (Banlieues) und die h&ouml;here Einkommensgruppen innerhalb der St&auml;dte, wie etwa in Paris der Fall, kann es zu sozialen Brennpunkten kommen, die zu politischen Effekten f&uuml;hren. Auch das idealistische Konzept von Buckminster Fuller, durch industrielle Produktionsmethoden &raquo;Wohnh&auml;user&laquo; so leicht und g&uuml;nstig zu machen, dass f&uuml;r jeden ein solches bereitgestellt werden kann, zielt schon in der Entwicklungsphase auf soziale und politische Konsequenzen.</p> <p>&Ouml;kologische Konsequenzen In der Entwicklungsphase, besonders von industriell gefertigten Produkten, m&uuml;ssen die &ouml;kologischen Konsequenzen bedacht werden. Schlie&szlig;lich werden bei der Herstellung, Distribution und selbst beim vorbildlichen Recycling von Produkten stets Materialressourcen, Rohstoffe und Energie etc. verbraucht. Auch in der Gebrauchsphase nahezu jedes Gebrauchsgegenstande werden Ressourcen ben&ouml;tigt, die die Umwelt belasten. Auch hier haben winzige konstruktive Details &ndash; bei elektrischen Ger&auml;ten etwa der Verzicht auf einen Aus-Schalter &ndash; erhebliche Auswirkungen, die sich mit der Skalierung des Produktes im industriellen Produktionsprozess potenzieren k&ouml;nnen. Die &Ouml;kobilanz liefert konkrete Mittel, um festzustellen, wie umweltvertr&auml;glich ein Entwurf bzw. Produkt im gesamten Produktzyklus ist.</p> <p>Theoretische Grenzen des Design [Bearbeiten]</p> <p>Nachdem oben schon deutlich wurde, wie unterschiedlich etwa die Funktionen des Design von verschiedenen Theoretikern beschrieben werden, wird auch die Abgrenzung von Design zu anderen Bereichen des menschlichen Schaffens von verschiedenen Theorien jeweils unterschiedlich betrachtet. Im Wesentlichen stimmen alle dar&uuml;ber ein, dass sich Design am Menschen orientiert und innovative Konzepte, Systeme und Objekte entwickelt, um einen Einfluss auf den Menschen auszu&uuml;ben. Die Theorien unterscheiden sich jedoch, wenn es um die Frage geht, in welchem Umfang man in der Praxis und im Alltag von Design sprechen kann.</p> <p>Sehr traditionelle und allgemein als &uuml;berholt angesehene Theorien sahen im Design die reine Formgebung von Objekten zum Zwecke der &raquo;Versch&ouml;nerung&laquo; und Verbesserung der praktischen Funktionalit&auml;t. Geradezu teleologisch strebten sie als Endzweck nach einer endg&uuml;ltigen, nicht mehr zu verbessernden Form der Dinge, als seien diese nicht stets durch Materialien, Technologien, Gebrauchsweisen, Bed&uuml;rfnisse und Funktionen limitiert und vorl&auml;ufig. Betont wurde der Vorbildcharakter bestimmter Entw&uuml;rfe. Die Auszeichnung &raquo;Gute Form&laquo; stand in dieser Tradition, wurde aber abgeschafft. An ihre Stelle traten mindestens ebenso fragw&uuml;rdige Auszeichnungen, die Designqualit&auml;t vor allem unter Aspekten der designpraktischen Regelhaftigkeit und Perfektion beurteilen. Meist verschwinden diese, der &quot;reinen Lehre&quot; entsprechenden Produkte rasch wieder vom Markt.</p> <p>Viele Theoretiker verkn&uuml;pfen Design vor allem mit der Wirtschaft, deren Produktionsmethoden und mit &ouml;konomischen Interessen. So soll Design z.B. das Konsumverhalten anregen, Kaufw&uuml;nsche erzeugen oder Produkte und Firmen voneinander differenzieren. Teils wird tats&auml;chlich nur dann von Design gesprochen, wenn zwei- oder dreidimensionale Produkte in die Massenproduktion gehen. Einzelst&uuml;cke werden stattdessen als &raquo;Kunsthandwerk&laquo; bezeichnet. Dabei wird &uuml;bersehen, dass Design auch in g&auml;nzlich privater Umgebung oder in sozialen und politischen Kontexten eine gro&szlig;e Bedeutung hat. Weiterhin ist es fraglich, ob die Quantit&auml;t der Vervielf&auml;ltigung eines Gegenstandes Auskunft dar&uuml;ber geben kann, ob es sich um Design handelt oder nicht. Schlie&szlig;lich ist eine Definition doch eher in allgemeinen qualitativen Aspekten zu suchen: etwa in der Motivation, der Perspektive und den Effekten von Design.</p> <p>Manche Theoretiker nehmen eine besondere H&ouml;he der formalen und funktionalen Qualit&auml;t von Objekten zum Ausgangspunkt. Sie unterscheiden z.B. zwischen verschiedenen Stufen des Design hinsichtlich Innovation, technischer Qualit&auml;t und formaler H&ouml;he. Traditionelle Objekte wie Eichenkommoden werden teilweise als Non-Design oder Banal-Design bezeichnet &ndash; besonders anspruchsvolle, neuartige Objekte mit hohem Grad an innovativer Konzeption hingegen als besonders gutes Design.</p> <p>Andere Theoretiker entziehen sich einer konkreten Definition und betonen eine &raquo;besondere Gabe&laquo; der praktisch agierenden Designer, die sie in die Lage versetze, quer zu denken, unkonventionelle Wege einzuschlagen und vielseitige Probleme zu l&ouml;sen.</p> <p>Die allgemeinste und wohl am wenigsten elit&auml;re Theorie sieht in jedem Menschen einen Designer und das Design somit als sehr grundlegende Kompetenz des menschlichen Handelns und Schaffens. Immerhin entwickelt fast jede Person t&auml;glich Objekte und Formen, die auf die menschlichen Bed&uuml;rfnisse abzielen &ndash; zum Beispiel private Webseiten, M&ouml;bel, die nach funktionalen Kriterien arrangiert oder sogar selbst gebaut werden oder Briefe und Schaubilder im B&uuml;ro. Prinzipiell sind solche Alltags-Entw&uuml;rfe, was die Motivation f&uuml;r deren Entwicklung, Perspektive, Zweck und die Vorgehensweise bei der Umsetzung anbelangt, &auml;hnlich den professionellen Designprojekten. Lediglich der Erfahrungsfaktor unterscheidet dann einen &raquo;normalen Alltagsdesigner&laquo; von einem professionellen Designer.</p> <p>Designdisziplinen [Bearbeiten]</p> <p>In der professionellen Designpraxis gibt es verschiedene Disziplinen, die sich meist durch die genutzten Medien oder die Funktionen unterscheiden. Vor allem haben sich die folgenden Disziplinen bew&auml;hrt und gelten sowohl in der beruflichen Praxis als auch an Hochschulen noch stark zur Unterscheidung der Kompetenz von professionellen Designern. Die folgenden Disziplinen stellen sich jedoch in der Praxis nicht so isoliert dar, wie diese Auflistung vermuten lassen k&ouml;nnte. Mittlerweile setzt sich auch verst&auml;rkt die Akzeptanz f&uuml;r interdisziplin&auml;re oder transdisziplin&auml;re Designer und deren Ausbildung durch. Mitunter werden gezielt Designer mit fachfremder Kompetenz in ansonsten &quot;monokulturell&quot; ausgerichteten Teams eingesetzt.</p> <p>Produktdesign/Industriedesign Das Produktdesign und Industriedesign befasst sich mit der Entwicklung industriell gefertigter Produkte, wie zum Beispiel Maschinen, M&ouml;bel, medizinische Ger&auml;te. Eine starke Verwebung mit Ingenieurswissen ist erforderlich.</p> <p>Transportation Design Vor allem Automobile, aber auch andere Fahrzeuge, werden durch Transportation Designer entwickelt.</p> <p>Kommunikationsdesign/Grafikdesign Zwar bezieht sich der Begriff Kommunikationsdesign auf eine Funktion, die auch f&uuml;r Produkte Geltung hat, jedoch wird die Bezeichnung in der Praxis meist gleichgesetzt mit Grafikdesign. Unter diese Disziplin fallen im weiteren die Anwendung von und Kenntnisse &uuml;ber Layout, Typografie, Fotografie (Bildbearbeitung), Internet-Gestaltung, Informationstheorie und Medientheorie. Besonders die Werbebrache und die Unternehmenskommunikation werden durch Kommunikationsdesign bedient.</p> <p>Corporate Design Zwar gibt es noch keine ausgewiesenen Studieng&auml;nge f&uuml;r Corporate Design, jedoch haben sich in der Praxis viele Designer und Unternehmen auf Corporate Design spezialisiert. Bezeichnet der Begriff Corporate Identity die &uuml;bergreifende, allgemeine Selbstauffassung und das Fremdbild von K&ouml;rperschaften, bezieht sich der Begriff Corporate Design auf alle formalen Aspekte der Corporate Identity &ndash; u.a. werden so das Logo, die unternehmenstypische Produktgestaltung, die Werbeauftritte, die Firmenarchitektur etc. erfasst.</p> <p>Interface Design Unter Ber&uuml;cksichtigung der Usability entwickelt der Interfacedesigner die Mensch-Maschine-Schnittstelle. Auch hier sind alle Aspekte relevant, die schon beim Kommunikationsdesign genannt wurden. Tats&auml;chlich &uuml;berschneiden sich die Aufgabengebiete sehr.</p> <p>Interaction Design Besonders die Interaktivit&auml;t zwischen Mensch und Umwelt durch elektronische Eingabemedien, Sensoren und Computersysteme steht beim Interaction Design im Vordergrund. Besonders in den letzten Jahren sind immer mehr Projekte zum Beispiel hinsichtlich dynamischer und steuerbarer Architektur entstanden.</p> <p>Fernsehdesign oder TV-Design Fernsehdesign oder TV-Design bezeichnet den audiovisuellen Auftritt der verschiedenen Fernsehsender. Es beinhaltet im Wesentlichen das Corporate Design des Senders (Werbetrenner, Station-ID, Abspanngestaltung), die audiovisuelle Verpackung der einzelnen Programme (Vorsp&auml;nne, Studio-Design, Moderatorenausstattung) und die komplette Promotion-Verpackung. Das Fernsehdesign, meist das Logo, ist der Ursprung und die Basis f&uuml;r das gesamte Design-System (Gesch&auml;ftsausstattung, Event- und Online-Gestaltung) eines Senders. Durch das Privatfernsehen, vor allem durch Sat.1 und RTL, bekam das Erscheinungsbild der Sender immer mehr an Bedeutung, entsprechend wurde das Berufsbild des Fernsehdesigners oder auch des Promotionproducer geschaffen und TV-Designagenturen (wie sevensenses, tisch eins/designstudio, HOP, redsun, u.v.m.) in Deutschland gegr&uuml;ndet.</p> <p>Architektur Da die Perspektive und der Entwurfsprozess von Architektur, Innenarchitektur und Design &auml;hnlich sind, kann Architektur in diese Sammlung integriert werden. Viele Architekten waren auch gute Designer und umgekehrt. Es ist &uuml;berhaupt fraglich, ob eine Trennung zwischen Design und Architektur noch sinnvoll ist. Schlie&szlig;lich verschmelzen die Aufgaben immer weiter.</p> <p>Bekleidungsdesign Ist Mode zwar eigentlich ein Allgemeinbegriff und nicht zwangsl&auml;ufig an Kleidung gebunden, wird der Begriff Modedesign h&auml;ufig als Alternativbegriff f&uuml;r Bekleidungsdesign eingesetzt.</p> <p>Designmanagement Das Designmanagement k&uuml;mmert sich vor allem um die Steuerung von Designprozessen und den strategischen Einsatz von Design.</p> <p>In jeder dieser Sparten gab und gibt es einflussreiche Designer, die ihr Gebiet pr&auml;gten.</p> <p>Siehe auch [Bearbeiten]</p> <p> * Portal:Design, Akustikdesign, Computer Aided Manufacturing, Corporate Design, Designagentur, Designfestivals, Die Neue Sammlung, Fooddesign, form follows function, Grafikdesign, HfG Ulm, Kunstgewerbe, Kunsthandwerk, Mode, Modedesign, Produktdesign, Red dot design museum, Newsdesign, Stil, Tongestaltung, Vitra Design Museum, Webdesign</p> <p>Literatur [Bearbeiten]</p> <p> * Gui Bonsiepe, Erziehung zur visuellen Gestaltung, Artikel in Ulm 12/13 Zeitschrift der Hochschule f&uuml;r Gestaltung Ulm, HfG Ulm, Ulm 1964<br /> * Kai Buchholz und Klaus Wolbert (Hg.): Im Designerpark. H&auml;usser, Darmstadt 2004, ISBN 3-8955-2100-0<br /> * Bernhard E. B&uuml;rdek: Design &ndash; Geschichte, Theorie und Praxis der Produktgestaltung, 3. vollst. &uuml;berarb. u. erw. Neuauflage, Birkh&auml;user Verlag, 2005, ISBN 3-7643-7028-9<br /> * Charlotte und Peter Fiell: Design des 20. Jahrhunderts. Taschen, K&ouml;ln 2002, ISBN 3-8228-0813-X<br /> * Thomas Heider, Markus Stegmann und Ren&eacute; Zey: Das Designlexikon (CD-ROM), Directmedia Publishing, Berlin 2004, ISBN 3-9325-4487-0<br /> * Beat Schneider, Design - eine Einf&uuml;hrung, Birkh&auml;user Verlag, 2005, ISBN 3-7643-7241-9<br /> * Klaus-J&uuml;rgen Sembach, Gabriele Leuth&auml;user, Peter G&ouml;ssel: M&ouml;beldesign des 20. Jahrhunderts., Taschen, K&ouml;ln 2002, ISBN 3-8228-2136-5<br /> * Dagmar Steffen, Design als Produktsprache &ndash; Der &raquo;Offenbacher Ansatz&laquo; in Theorie und Praxis, Verlag form, Frankfurt/Main, 2000, ISBN 3-7643-6816-0<br /> * Torsten Stapelkamp: Screen- und Interfacedesign. Springer Science Business+Media, Berlin 2006, ISBN 3-540-32949-8</p> <p>Weblinks [Bearbeiten]<br /> <br /> Wikibooks: Die_Bewerbung_zum_Design-_und_Kunststudium &ndash; Lern- und Lehrmaterialien<br /> <br /> Wiktionary: Design &ndash; Bedeutungserkl&auml;rungen, Wortherkunft, Synonyme und &Uuml;bersetzungen</p> <p>Allgemein [Bearbeiten]</p> <p> * [1] - Webportal der deutschen Design-Zeitschrift form<br /> * Designlexikon International &ndash; Deutsches Online-Lexikon zum Thema Design<br /> * Design Museum London (engl.)<br /> * IDSA - &Uuml;berblick &uuml;ber wichtige Produkte und Personen in den letzten 100 Jahren (engl.)<br /> * The Design Encyclopedia &ndash; amerikanische Online-Enzyklop&auml;die des Design, noch sehr in den Anf&auml;ngen<br /> * Virtuelles Design Museum (engl.)</p> <p>Organisationen [Bearbeiten]</p> <p> * CI-Portal - Liste von Designorganisationen<br /> * Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Designtheorie und -forschung e.V.<br /> * Society for Newsdesign - Zeitschriftengestaltung (engl.)</p> <p>Aktuelles [Bearbeiten]</p> <p> * dasauge.de - Designportal mit Nachrichten und Stellenmarkt<br /> * Designboom - Italienisches Portal mit Designer-Interviews, Nachrichten und Kursangeboten (engl.)<br /> * Designobserver - Artikel &uuml;ber Design und Kultur<br /> * Encore Magazine - Flashmagazin f&uuml;r Kunst und Design / Design, Fotografie, Illustration, Film<br /> * R9005 Designportal - Aktuelles und Neues zum Thema Design<br /> * Red Dot Online - Design Zentrum Nordrhein-Westfalen, Aktuelles aus der Designszene<br /> * Designspotter - Internationale Designplattform<br /> * varic - Dokumentation und Diskussion. Kunst, Kultur, Design</p> <p>Studium [Bearbeiten]</p> <p> * CI-Portal - Liste von Hochschulen<br /> * Precore.net - Forum f&uuml;r Designstudenten und Bewerber<br /> * design report - Suche nach Hochschulen<br /> </p> <p>Werbung im Allgemeinen dient der gezielten und bewussten Beeinflussung des Menschen. Der Werbende spricht Bed&uuml;rfnisse teils durch emotionale, teils informierende Werbebotschaften zum Zweck der Handlungsmotivation an. Werbung appelliert, vergleicht, macht betroffen oder neugierig.</p> <p>Dieser Artikel befasst sich mit der Werbung im Hinblick auf jedes beliebige &ouml;konomische Gut. Ziel ist hier der Kauf eines Produktes (oder einer Dienstleistung), die Gewinnung eines wichtigen Lieferanten, Kooperationspartners bzw. Investors oder die Unterst&uuml;tzung weiterer kommunikativer Instrumente im Marketing.</p> <p>Der deutsche Werbemarkt wuchs auch 2006. Nachdem schon im Vorjahr 2005 die Werbeausgaben um 1,1 Prozent auf 29,55 Mrd &euro; stiegen, rechnet die Werbebranche mit 2 Prozent Mehrausgaben im Jahr 2006.</p> <p>Der Werbe-Zentralverband ZAW sch&auml;tzt, dass etwa 500 000 Menschen in Deutschland in der Werbebranche (einschlie&szlig;lich Call Center) t&auml;tig sind, sehr viele als freie Mitarbeiter (Freelancer) auf selbst&auml;ndiger Basis<br /> </p> <p>Inhaltsverzeichnis<br /> [Verbergen]</p> <p> * 1 Grundlagen<br /> o 1.1 Definitionen<br /> o 1.2 Etymologie/Wortherkunft<br /> o 1.3 Abgrenzung<br /> o 1.4 Historische Wurzeln<br /> * 2 Wissenschaftliche Behandlung<br /> o 2.1 Interdisziplin&auml;re Betrachtung<br /> o 2.2 Werbung im Marketing-Mix der Betriebswirtschaft<br /> o 2.3 Werbung in den Rechtswissenschaften<br /> + 2.3.1 Wettbewerbsrecht<br /> + 2.3.2 Vergleichende Werbung<br /> + 2.3.3 Jugendschutz<br /> + 2.3.4 Tabakwerbung<br /> o 2.4 Werbewirkungsforschung<br /> * 3 Funktionen der Werbung<br /> o 3.1 Darstellung des Kommunikationsprozesses<br /> o 3.2 Bedeutungsebenen<br /> * 4 Werbung nach unterschiedlichen Dimensionen<br /> o 4.1 Werbetr&auml;ger, Werbemittel<br /> o 4.2 Netto-Werbeeinnahmen erfassbarer Werbetr&auml;ger in Deutschland<br /> * 5 Konzeption und Umsetzung<br /> o 5.1 Werbekonzept<br /> o 5.2 Aufmerksamkeitsverlauf<br /> o 5.3 Aufmerksamkeitsstrategien<br /> o 5.4 Personifizierung<br /> o 5.5 Schockwerbung<br /> o 5.6 Bedeutung der Aufmerksamkeitsschwelle<br /> + 5.6.1 Allgemein<br /> + 5.6.2 Unterschwellige Werbung<br /> + 5.6.3 Schleichwerbung<br /> o 5.7 Konsumg&uuml;ter- und Investitionsg&uuml;terwerbung<br /> o 5.8 Cross Promotion und Mundpropaganda (mouth-to-mouth advertising)<br /> o 5.9 Direktwerbung<br /> * 6 Werbeerfolgskontrolle<br /> o 6.1 &Ouml;konomische Erfolgskontrolle<br /> o 6.2 Kontrolle des kommunikativen Erfolges<br /> * 7 Ausbildung<br /> o 7.1 Kauffrau/Kaufmann f&uuml;r Marketingkommunikation<br /> o 7.2 Werbetexter<br /> o 7.3 Werbegrafiker<br /> o 7.4 Werbefotograf<br /> * 8 Agenturen<br /> o 8.1 Werbeagentur<br /> o 8.2 Designagentur<br /> o 8.3 Internetagentur<br /> * 9 Verb&auml;nde und Organisationen<br /> o 9.1 Deutscher Werberat<br /> o 9.2 Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW)<br /> o 9.3 IVW<br /> * 10 Siehe auch<br /> * 11 Literatur<br /> * 12 Weblinks<br /> o 12.1 Allgemein<br /> o 12.2 Verb&auml;nde<br /> o 12.3 Fachpresse</p> <p>Grundlagen [Bearbeiten]</p> <p>Definitionen [Bearbeiten]</p> <p>Bereits in der Betriebswirtschaftslehre gibt es zahlreiche Begriffsdefinitionen der &quot;Werbung&quot;.</p> <p>Karl Christian Behrens versteht darunter &quot;eine absichtliche und zwangfreie Form der Beeinflussung, welche die Menschen zur Erf&uuml;llung der Werbeziele veranlassen soll&quot;.</p> <p>Otto Walter Haseloff sieht Werbung als die &quot;&ouml;ffentliche, gezielte und geplante Kommunikation der Information, der Motivation, der &Uuml;berzeugung und der Manipulation eines definierten Kreises von Umworbenen zugunsten der Marktchancen eines Produktes oder des Images eines Unternehmens&quot;.</p> <p>Heribert Meffert zitiert Schweiger/Schrattenecker (1995): &quot;Ein kommunikativer Beeinflussungsprozess mit Hilfe von (Massen-)Kommunikationsmitteln in verschiedenen Medien, der das Ziel hat, beim Adressaten marktrelevante Einstellungen und Verhaltensweisen im Sinne der Unternehmensziele zu ver&auml;ndern&quot;.</p> <p>Philip Kotler / Friedhelm Bliemel definieren die Werbung wie folgt: &quot;Die Werbung ist eines der Instrumente der absatzf&ouml;rdernden Kommunikation. Durch Werbung versuchen die Unternehmen, ihre Zielkunden und andere Gruppen wirkungsvoll anzusprechen und zu beeinflussen. Zur Werbung geh&ouml;rt jede Art der nicht pers&ouml;nlichen Vorstellung und F&ouml;rderung von Ideen, Waren oder Dienstleistungen eines eindeutig identifizierten Auftraggebers durch den Einsatz bezahlter Medien.&quot;</p> <p>Etymologie/Wortherkunft [Bearbeiten]</p> <p>Etymologisch handelt es sich hierbei um die substantivierte Form des Verbs werben. Dieses steht in engem Zusammenhang mit Wirbeln. Die grundlegende Bedeutung kann daher auch soviel wie sich drehen meinen. Ebenfalls zu finden sind: hin und her gehen, sich umtun, bem&uuml;hen, etwas betreiben, ausrichten, wenden oder wandeln.</p> <p>Seit dem Altertum gab es in vielen Kulturen die Brautwerbung. Die historisch erste neuzeitliche Definition des Begriffs &quot;Werbung&quot; bezog sich ausschlie&szlig;lich auf Soldatenanwerbung (Brockhaus 1848). F&uuml;r das heutige Verst&auml;ndnis des Begriffes verwendete man demgegen&uuml;ber in Deutschland noch bis in die 1930er Jahre den Begriff Reklame, vom franz&ouml;sischen r&eacute;clame (frz.: r&eacute;clamer: ausrufen, anpreisen) abgeleitet.</p> <p>Abgrenzung [Bearbeiten]</p> <p>Im engeren betriebswirtschaftlichen Sinn wird Werbung als eine von mehreren Funktionen der Marktkommunikation im Marketing verstanden.</p> <p>Sie befasst sich mit dem Transport von Werbebotschaften an eine Zielgruppe im Rahmen eines Unternehmens - ggf. mit Hilfe der Werbepsychologie - zur Erreichung eines bestimmten Ergebnisses: Kauf eines Produktes, Gewinnung eines wichtigen Lieferanten, Anforderung eines Kataloges, Vereinbarung eines Vertreterbesuches.</p> <p>Werbung im &ouml;ffentlichen Umfeld zur Erreichung eines guten Rufes (Good Will) wird als Public Relations (Meinungspflege) bezeichnet (vgl. Public Awareness).</p> <p>Zur politischen Werbung siehe Propaganda, zur religi&ouml;sen Werbung siehe Mission, zur Anwerbung von Soldaten siehe Werbung (Milit&auml;r).</p> <p>Im privaten Bereich ist Werben - im weiteren Sinne - ein elementarer Bestandteil der menschlichen Kommunikation, z.B. bei der Partnerwahl oder sozialer Interaktion um individuelle Aufmerksamkeit zu erregen, Gunst zu gewinnen und soziale Tauschvorg&auml;nge einzuleiten, Entscheidungen zu beeinflussen oder um Partner zu werben (siehe Brautwerbung, Flirt und Partnerwahl).</p> <p>Historische Wurzeln [Bearbeiten]</p> <p>Erste Funde kommerzieller Werbetafeln sind aus den Ruinen von Pompeji bekannt.</p> <p>Marktschreier, die von Markt zu Markt zogen, priesen bereits im Mittelalter Waren und Dienstleistungen an.</p> <p>Moderne Werbung nahm 1850 ihren Anfang. Die industrielle Revolution f&uuml;hrte zur Massengesellschaft und Massenproduktion.</p> <p>Mit der Pressefreiheit 1849 in Preu&szlig;en vermehrten sich die gesch&auml;ftlichen Anzeigen (Annoncen). Die Presse war mehr und mehr auf diese Einnahmen angewiesen. 1855 f&uuml;hrte dies zur Er&ouml;ffnung erster &bdquo;Vermittlungsinstitute&ldquo; (Annoncen-Expeditionen), die den Anzeigenmarkt organisierten. Sie wurden die ersten Werbeagenturen im deutschsprachigen Raum.<br /> Werbeanzeige f&uuml;r das Hektographie-Ger&auml;t &quot;Automatic Cyclostyle&quot; der britischen Firma Gestetner (typisch f&uuml;r die Zeit um 1900)<br /> vergr&ouml;&szlig;ern<br /> Werbeanzeige f&uuml;r das Hektographie-Ger&auml;t &quot;Automatic Cyclostyle&quot; der britischen Firma Gestetner (typisch f&uuml;r die Zeit um 1900)</p> <p>Um 1870 gewann der Wechsel zur liberalen Marktwirtschaft in der westlichen Welt an Bedeutung. Zahlreiche Produkte wurden angeboten, die &uuml;ber die Deckung des existenznotwendigen Bedarfs hinausgingen. Erste Luxusg&uuml;ter waren erh&auml;ltlich. Nun fand auch erste Werbekritik ihren Anfang: Menschen beschwerten sich &uuml;ber &bdquo;Schmutz und Schwindel&ldquo; im Anzeigenwesen.</p> <p>Ab der Jahrhundertwende wurde Konsum ein immer wichtigerer Bestandteil der Lebenswelt. Verbraucher konnten dadurch ihre Position in der Gesellschaft ausdr&uuml;cken und durch erste Markenartikel versuchen sich in der neuen Massengesellschaft von anderen abzuheben. Marken setzten sich nachhaltig und merklich durch.</p> <p>Hier ist auch ein Professionalisierungsschub der Werbung zu verorten - grafische Darstellungen und bislang un&uuml;bliche gro&szlig;e Schaufenster zierten das Stadtbild seit den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts (Reinhardt 1993). Der Slogan Ein Bild sagt mehr als tausend Worte stammt aus dieser Zeit. Die fortschreitende Elektrifizierung brachte erste Lichtreklamen wie das heute noch bestehende Bayer-Kreuz in Leverkusen.</p> <p>Um 1930 begann ein Paradigmenwechsel (tiefgreifender Umw&auml;lzungsprozess): vom Verk&auml;ufermarkt, in dem der Anbieter dank knappen Warenangebotes weitgehend Konditionen festlegte, zum nachfragedominierten K&auml;ufermarkt, in dem nun mehr und mehr der Kunde aus einer reichhaltigen Vielzahl konkurrierender Angeboten w&auml;hlen konnte.</p> <p>Waren deckten nicht nur den origin&auml;ren Bedarf, sondern neben reiner Nutzenerf&uuml;llung weitere emotionale Aspekte. Markenprodukte wurden mit der Zeit immer wichtiger.</p> <p>Der Beginn der ersten Markenstrategien in Deutschland mit Einf&uuml;hrung des Backpulvers von Dr. Oetker gilt heute als Geburtstunde des europ&auml;ischen Marketing, wie auch als klassisches Beispiel f&uuml;r eine langfristig angelegte Werbestrategie. &Auml;hnlich auch Odol, Persil als klassische, massenhaft hergestellte Markenprodukte.</p> <p>Seit 1950/1960 begann mit dem Einzug der Selbstbedienungsl&auml;den ein Wandel. Das Produkt musste sich von anderen abheben. Vorkenntnisse durch Werbung wurden wichtiger, da man als Kunde mehr &uuml;ber Waren Bescheid wissen musste, um sich am Regal ohne Verk&auml;uferberatung richtig zu entscheiden.</p> <p>Zur modernen Form angewandter Psychologie in der Werbung siehe den Artikel Verkaufspsychologie.</p> <p>Wissenschaftliche Behandlung [Bearbeiten]</p> <p>Interdisziplin&auml;re Betrachtung [Bearbeiten]</p> <p>Unterschiedliche Wissenschaften besch&auml;ftigen sich mit verschiedenen Ans&auml;tzen der Werbung:</p> <p> * Die Psychologie ist der Grundstock der &quot;Werbepsychologie&quot;, die sich mit Werbewirkung besch&auml;ftigt. Sie liefert die Ans&auml;tze, wie eine Werbung zu gestalten ist, um das h&ouml;chstm&ouml;gliche Ma&szlig; an Aufmerksamkeit (siehe unten) zu erreichen. Sie besch&auml;ftigt sich somit mit dem Konsumentenverhalten - wie, warum und wann ein potentieller Kunde erreicht werden kann.<br /> * Die Soziologie sieht die Werbung zum Einen als Sozialisationsinstanz und ist besonders wichtig f&uuml;r den Bereich der sozialen Einfl&uuml;sse auf das Konsumverhalten, also darauf, wie Familie, Freunde, Meinungsf&uuml;hrer und das restliche soziale Umfeld das Kaufverhalten Einzelner beeinflussen. Weiterhin ist Werbung auch eine besondere soziale Sanktion, die durch soziale Sanktionen (positive: Produktkauf, negative: Spott, Abwehrma&szlig;nahmen) beantwortet wird (siehe Clausen 1964). Vgl. auch das Klassenmodell nach Engel, Blackwell und Kollat).<br /> * Die Betriebswirtschaftslehre legt vor allem Wert auf die Schwierigkeiten der Werbekostenrechnung und Werbeerfolgskontrolle. Sie unterscheidet &quot;Werbung&quot; von der &quot;werbenden Wirkung&quot; etwa der Produktgestaltung und Absatzstrategien allgemein (Erich Gutenberg). Hier ist auch die Marketingwissenschaft zu positionieren - sie ist mitverantwortlich f&uuml;r die Optimierung des Verkaufs.<br /> * Die Volkswirtschaftslehre bezieht sich auf die Werbung als Wirtschaftzweig.<br /> * Die Politologie besch&auml;ftigt sich vor allem mit den Hintergr&uuml;nden und Formen von Propaganda und Agitation.<br /> * Die Kommunikationswissenschaft ist in ihrer Stellung zur Werbung umstritten und sieht sich eher als Persuasionsforschung bzw. prim&auml;r als Werbetr&auml;gerforschung. Sie ist ma&szlig;geblich f&uuml;r die Einbettung der Werbung in den redaktionellen Teil eines Massenmediums.</p> <p> * Ein weiterer, jedoch nicht wissenschaftlicher Teil ist Ideenfindung und die Gestaltung der Werbung (Kreation, Konzeption), die von Grafikern, ADs, CDs, Fotografen und anderen Werbeschaffenden (&quot;Kreativen&quot;) vorgenommen wird.</p> <p>Werbung im Marketing-Mix der Betriebswirtschaft [Bearbeiten]</p> <p>Werbung ist ein Instrument in der Kommunikationspolitik, einem Teilbereich des Marketing-Mix. Hier steht sie neben dem Sponsoring sowie der Verkaufsf&ouml;rderung (Promotion), der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit (abgek&uuml;rzt aus dem Englischen auch PR f&uuml;r Public Relation) und dem Product Placement, das sich mit dem Einbringen von Markenprodukten in Film und Fernsehen befasst.</p> <p>Obwohl f&uuml;r beinahe s&auml;mtliche Kommunikationsinstrumente eines Unternehmens zentrale Aspekte und Regeln der Werbung gelten wie z.B. die sachgerechte Ansprache der Zielgruppe, die Einpassung in ein &uuml;bergeordnetes Design (Corporate Design) oder die Messbarkeit anhand von R&uuml;cklaufzahlen (sog. Response), haben sich f&uuml;r die weiteren Instrumente der Marktkommunikation jeweils eigene Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten und Einsatzgebiete entwickelt.</p> <p>So folgt z.B. auch das Podiumsgespr&auml;ch zum Thema Standortplanung innerhalb der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens den Gesetzen der Wahrnehmung von Reizworten, kann jedoch nicht mit den gleichen kurzfristigen Ma&szlig;st&auml;ben f&uuml;r Erfolg gemessen werden, wie eine mehrstufige Anzeigenkampagne.</p> <p>Werbung kann auf dieser Grundlage weder isoliert von anderen Instrumenten des Marketing betrachtet werden, noch darf die zunehmende wechselseitige Interaktion mit den &uuml;brigen Leistungsbereichen eines modernen kundenorientierten Unternehmens vernachl&auml;ssigt werden.</p> <p>Neben den vielf&auml;ltigen Wechselwirkungen mit den Funktionen des Marketing-Mix selbst sind hier insbesondere die Verkn&uuml;pfung mit der glaubw&uuml;rdigen Ansprache von Investoren und Geldgebern zur Unternehmensfinanzierung (Finanzkommunikation), der Umgang mit den eigenen Mitarbeitern (Marketing nach innen) oder mit Lieferanten (Beschaffungsmarketing) zu nennen.</p> <p>Werbung in den Rechtswissenschaften [Bearbeiten]</p> <p>Wettbewerbsrecht [Bearbeiten]</p> <p>Werbung im Rundfunk und in Tele- und Mediendiensten wird in Deutschland haupts&auml;chlich durch das Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb (UWG), den Rundfunkstaatsvertrag und das Teledienstegesetz geregelt. Das Gesetz beginnt in &sect; 1 UWG mit der Definition des gesetzlichen Schutzzwecks.</p> <p>Danach sollen Mitbewerber, Verbraucher und sonstige Marktteilnehmer vor unlauterem Wettbewerb gesch&uuml;tzt werden und dabei dem Interesse der Allgemeinheit an unverf&auml;lschtem Wettbewerb Rechnung getragen werden.</p> <p>Dem schlie&szlig;t sich in &sect; 2 UWG einen Katalog von Definitionen, von denen die der Wettbewerbshandlung als &quot;jeder Handlung mit dem Ziel der F&ouml;rderung des eigenen oder fremden Absatzes oder Bezugs von Waren oder Dienstleistungen&quot; besondere Hervorhebung verdient.</p> <p>In &sect; 3 UWG findet sich die Generalklausel, die nicht mehr auf die guten Sitten im Wettbewerb abstellt, sondern schlicht jede unlautere Wettbewerbshandlung verbietet. Nach &sect; 5 UWG sind z.B. Lockvogelangebote genau geregelt, w&auml;hrend die fr&uuml;here Zugabeverordnung, mit der Beigaben streng reglementiert wurden, ersatzlos entfallen ist.</p> <p>Siehe dazu Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.</p> <p>Vergleichende Werbung [Bearbeiten]<br /> Plakatwerbung, die auf das Gesch&auml;ft gegen&uuml;ber eingeht (Bhf. Berlin- Alexanderplatz 2004)<br /> vergr&ouml;&szlig;ern<br /> Plakatwerbung, die auf das Gesch&auml;ft gegen&uuml;ber eingeht (Bhf. Berlin- Alexanderplatz 2004)</p> <p>Vergleichende Werbung bedeutet, dass die Leistung eines oder mehrerer Wettbewerber mit dem eigenen Angebot verglichen wird.</p> <p>Die Aufmerksamkeit des Rezipienten wird durch eine Verschiebung von prim&auml;rer Botschaft mit einer Konkurrenzwertung erh&ouml;ht. In Deutschland ist die vergleichende Werbung seit dem 14. Juli 2000 aufgrund einer EU-Richtlinie unter bestimmten Vorgaben erlaubt und im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) geregelt.</p> <p>Beispielsweise m&uuml;ssen die getroffenen Aussagen auch objektiv nachpr&uuml;fbar sein und der Wahrheit entsprechen. Au&szlig;erdem darf (vergleichende) Werbung nicht irref&uuml;hrend sein und Wettbewerber nicht &quot;verunglimpfen&quot; oder &quot;herabsetzen&quot;.</p> <p>Jugendschutz [Bearbeiten]</p> <p>Im Bezug auf den Jugendschutz wird die Werbung durch den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag beschr&auml;nkt. Unter &Uuml;bernahme der Regelung in der EG-Fernsehrichtlinie gilt f&uuml;r alle Angebote von Telemedien (Teledienste und Mediendienste) und den gesamten Rundfunk, dass Werbung &quot;Kindern und Jugendlichen weder k&ouml;rperlichen noch seelischen Schaden zuf&uuml;gen&quot; darf, dar&uuml;ber hinaus darf sie nicht:</p> <p> 1. direkte Kaufappelle an Kinder oder Jugendliche enthalten, die deren Unerfahrenheit und Leichtgl&auml;ubigkeit ausnutzen,<br /> 2. Kinder und Jugendliche unmittelbar auffordern, ihre Eltern oder Dritte zum Kauf der beworbenen Waren oder Dienstleistungen zu bewegen,<br /> 3. das besondere Vertrauen ausnutzen, das Kinder oder Jugendliche zu Eltern, Lehrern und anderen Vertrauenspersonen haben, oder<br /> 4. Kinder oder Minderj&auml;hrige ohne berechtigten Grund in gef&auml;hrlichen Situationen zeigen.</p> <p>Werbung f&uuml;r alkoholische Getr&auml;nke darf sich weder an Kinder oder Jugendliche richten noch durch Art der Darstellung Kinder und Jugendliche besonders ansprechen oder sie bei Alkoholgenuss darstellen. Gleiches gilt f&uuml;r Tabak-Werbung in Telemedien.</p> <p>Sonstige Programminhalte, die Kinder oder Jugendliche ansprechen, m&uuml;ssen von Werbung getrennt sein. Im Umfeld eines ansonsten f&uuml;r Kinder oder Jugendliche ausgerichteten Programms darf keine Werbung verbreitet werden, &quot;... deren Inhalt geeignet ist, die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsf&auml;higen Pers&ouml;nlichkeit zu beeintr&auml;chtigen&quot;.</p> <p>Werbung, die sich an Kinder oder Jugendliche richtet oder bei der Kinder oder Jugendliche als Darsteller eingesetzt werden, darf &quot;... nicht den Interessen von Kindern oder Jugendlichen schaden oder deren Unerfahrenheit ausnutzen&quot;.</p> <p>Weiterhin siehe:</p> <p> * EU-Arbeitsprogramm zur Fernsehrichtlinie (PDF)<br /> * EU-Entwurf zur Lebensmittelwerbung (PDF)</p> <p>Tabakwerbung [Bearbeiten]</p> <p>Auch auf dem Gebiet der Werbung muss EU-Recht in nationales Recht &uuml;berf&uuml;hrt werden. Daf&uuml;r werden jeweils Fristen vereinbart. Wenn diese nicht eingehalten werden, gilt das nationale Recht zun&auml;chst weiter.</p> <p>Sichtbar wird das zum Beispiel am Verbot der Tabakwerbung, die trotz Vereinbarung innerhalb der EU in Deutschland und in Luxemburg noch nicht in nationales Recht umgesetzt wurde. Damit riskieren Deutschland und Luxemburg Klagen vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof.</p> <p>Die Tabakwerbung ist nach Richtlinie 2003/33/EG vom 26. Mai 2003 u. a. auf Ver&ouml;ffentlichungen zu beschr&auml;nken, die ausschlie&szlig;lich f&uuml;r im Tabakhandel t&auml;tige Personen bestimmt sind. Alle Formen der Rundfunkwerbung f&uuml;r Tabakerzeugnisse sind verboten. Sponsoring i. w. S. grenz&uuml;berschreitender Veranstaltungen ist ebenfalls verboten.</p> <p>Werbewirkungsforschung [Bearbeiten]</p> <p>Die Lernpsychologie best&auml;tigt empirisch, dass sich ein Thema, also auch ein Produktname, besser in das Ged&auml;chtnis einpr&auml;gt, wenn es in einem emotional erregenden Kontext kennengelernt wird. Eine solche emotionale Erregung k&ouml;nnen sowohl sexuelle Anspielungen, als auch Angst, Ekel oder Wut hervorrufen.</p> <p>In der Gehirnforschung identifizieren funktionelle bildgebende Verfahren (z.B. funktionelle Magnetresonanz-Tomographie, fMRI) die Gehirnareale, die an der durch Emotionen erleichterten Merkf&auml;higkeit beteiligt sind (bei positiven Emotionen unter anderen der Hippocampus und bei negativen Emotionen der Mandelkern).</p> <p>Die entsprechenden Aufmerksamkeitsstrategieen erforscht die Werbepsychologie in Verbindung mit der Verkaufspsychologie.</p> <p>Funktionen der Werbung [Bearbeiten]</p> <p>Darstellung des Kommunikationsprozesses [Bearbeiten]</p> <p>Die Darstellung des Kommunikationsprozesses verdeutlicht die sog. Kommunikationsformel von Harold D. Lasswell (1948):</p> <p>Wer sagt was in welchem Kanal zu wem mit welchem Effekt?<br /> (Who says what in which channel to whom with what effect?)</p> <p> * wer sagt &rarr; Sender &rarr; Kommunikatorforschung (Unternehmung, Kommunikator)<br /> * was &rarr; Inhalt &rarr; Aussagenforschung / Inhaltsforschung (Botschaft)<br /> * in welchem Kanal &rarr; Medium &rarr; Medienforschung (Werbetr&auml;ger, Verk&auml;ufer)<br /> * zu wem &rarr; Empf&auml;nger, Zuh&ouml;rer &rarr; Rezipientenforschung / Publikumsforschung (Zielperson, Zielgruppe)<br /> * mit welchem Effekt &rarr; Effekt &rarr; Wirkungsforschung (Kommunikationserfolg, Image, Einstellung)</p> <p>Bedeutungsebenen [Bearbeiten]</p> <p>Richard Geml hat 1988 die verschiedenen Zielebenen der Werbefunktion dargestellt</p> <p> * &Ouml;konomische Werbeziele<br /> o Kauf<br /> o Gewinn<br /> o Deckungsbeitrag<br /> o Umsatz<br /> o Abverk&auml;ufe<br /> o Marktanteil</p> <p> * Nicht &ouml;konomische Werbeziele<br /> o Unter- und Vorbewusstsein<br /> + Emotionen<br /> + Bed&uuml;rfnisse wecken<br /> + Motivation<br /> + W&uuml;nsche wecken<br /> o Bewusstseinsbildung<br /> + Aufmerksamkeit<br /> + Interesse<br /> + Bekanntheit<br /> + Image<br /> + Einstellungen &auml;ndern<br /> + Schaffung von Nutzwertvorstellung<br /> + &Uuml;berzeugen<br /> o Verhaltensaktivierung<br /> + Verwendung<br /> + Empfehlung</p> <p>Werbung nach unterschiedlichen Dimensionen [Bearbeiten]</p> <p>Ziel der Werbung</p> <p> * Einf&uuml;hrungswerbung<br /> * Expansionswerbung<br /> * Erhaltungswerbung<br /> * Werbung f&uuml;r Branchen (&quot;Good Will&quot;-Werbung)</p> <p>Zahl der Umworbenen</p> <p> * Einzelwerbung<br /> * Massenwerbung</p> <p>Zahl der Werbenden</p> <p> * Alleinwerbende<br /> * Kollektivwerbung</p> <p>Inhalt der Werbung</p> <p> * Informative Werbung<br /> * Suggestive Werbung</p> <p>Umsatzentwicklung</p> <p> * Zyklische Werbung<br /> * Antizyklische Werbung</p> <p>Gegenstand der Werbung</p> <p> * Produktwerbung<br /> * Firmenwerbung<br /> * Branchenwerbung</p> <p>Angesprochener Personenkreis</p> <p> * H&auml;ndler<br /> * Multiplikatoren<br /> * Verbraucher</p> <p>Medium</p> <p> * Zeitungswerbung<br /> * Fernsehwerbung<br /> * Radiowerbung<br /> * Promotion bzw. Verkaufsf&ouml;rderung<br /> * PR<br /> * Direktwerbung<br /> * Au&szlig;enwerbung</p> <p>Werbetr&auml;ger, Werbemittel [Bearbeiten]</p> <p>Der Werbetr&auml;ger ist das Medium, das die eigentliche Botschaft mit Hilfe von Gestaltungsmitteln (Werbemittel) zum Konsumenten tr&auml;gt. Die G&uuml;te eines Werbetr&auml;gers wird mit Hilfe des Tausend-Kontakt-Preis (TKP) gemessen, der Preis f&uuml;r je 1.000 erreichte potentielle Interessenten.<br /> Lithographie der ersten Berliner Litfa&szlig;s&auml;ule 1854<br /> vergr&ouml;&szlig;ern<br /> Lithographie der ersten Berliner Litfa&szlig;s&auml;ule 1854<br /> Ein Zug der Rhein-Haardtbahn mit vollfl&auml;chiger Ganzreklame<br /> vergr&ouml;&szlig;ern<br /> Ein Zug der Rhein-Haardtbahn mit vollfl&auml;chiger Ganzreklame<br /> Flyer auf der Stra&szlig;e<br /> vergr&ouml;&szlig;ern<br /> Flyer auf der Stra&szlig;e</p> <p>Werbetr&auml;ger:</p> <p> * Au&szlig;enwerbung<br /> o Litfa&szlig;s&auml;ule<br /> o Ger&uuml;stplane<br /> o Pillar (Plakatwand)<br /> o Plakatwand (billboard)<br /> o Flyer (Werbung)<br /> o Skywriting<br /> * Werbegeschenke<br /> o Feuerzeugwerbung<br /> o Kalenderwerbung<br /> o Kugelschreiberwerbung<br /> o Werbechip f&uuml;r Einkaufswagen etc.</p> <p> * Medienwerbung<br /> o Radiosendung<br /> o Fernsehsendung<br /> o Zeitungswerbung<br /> o Film<br /> o Internetseite<br /> o Werbespiele</p> <p> * Verkehrsmittelwerbung<br /> o LKW-Plane<br /> o Taxi-Werbung<br /> o Zugabteil<br /> o Ganzreklame auf Fahrzeugen<br /> o Hei&szlig;luftballons</p> <p> * Textilwerbung<br /> o Trikotwerbung<br /> o Werbeshirts<br /> o M&uuml;tzen (Capys)</p> <p> * Verkaufswerbung am POS<br /> o Display<br /> o Verkaufsraumbeduftung<br /> o Einkaufswagen<br /> o Visitenkarte<br /> o Telefonanruf<br /> o Verkaufsgespr&auml;ch</p> <p>Kuriose Werbetr&auml;ger wie Raketen oder die Internationale Raumstation ISS, die menschliche Haut oder Lebensmittel erweitern die Palette scheinbar grenzenlos.</p> <p>Ein neuer Werbetr&auml;ger ist das seit 2003 angewandte Couponing, das im Grunde die elektronische Form der fr&uuml;heren Rabattmarken ist. Erh&ouml;hung der Kundenbindung aus Sicht der Unternehmen und das Verlangen der Kunden nach Rabatten in Zeiten der Rezession f&uuml;hrte bereits Anfang des vergangenen Jahrhunderts zu hoher Akzeptanz und Verbreitung derartiger Programme.</p> <p>Bekanntestes modernes Beispiel ist die Konzern-Kooperation &quot;Payback&quot;. Solche Rabattprogramme sind bei Datensch&uuml;tzern umstritten. Unternehmen k&ouml;nnen mit der Zeit alle get&auml;tigten K&auml;ufe zu einem Einkaufsprofil zusammenf&uuml;hren, und so einzelne Kunden mit individualisierten Angeboten gezielt ansprechen.</p> <p>Werbemittel:</p> <p> * Anzeige<br /> * Plakat<br /> * Litfa&szlig;s&auml;ule<br /> * Aufkleber<br /> * TV-Spot<br /> * Radio-Spot<br /> * Film-Spot<br /> * Paidmailer<br /> * Textildruck<br /> * Beschriftung<br /> * Mailing<br /> * Messestand<br /> * Werbefigur<br /> * Werbemusik<br /> * Werbespiele</p> <p>Netto-Werbeeinnahmen erfassbarer Werbetr&auml;ger in Deutschland [Bearbeiten]</p> <p>j&auml;hrlich, 2001 - 2004<br /> Werbetr&auml;ger 2001 Prozent 2002 Prozent 2003 Prozent 2004 Prozent<br /> Tageszeitungen <br /> 5.642,16<br /> <br /> - 14,0<br /> <br /> 4.936,70<br /> <br /> - 12,5<br /> <br /> 4.454,90<br /> <br /> - 9,8<br /> <br /> 4.500,50<br /> <br /> + 1,0<br /> Fernsehen <br /> 4.469,03<br /> <br /> - 5,1<br /> <br /> 3.956,41<br /> <br /> - 11,5<br /> <br /> 3.811,27<br /> <br /> - 3,7<br /> <br /> 3.860,38<br /> <br /> + 1,3<br /> Werbung per Post <br /> 3.255,78<br /> <br /> - 3,7<br /> <br /> 3.334,67<br /> <br /> + 2,4<br /> <br /> 3.303,87<br /> <br /> - 1,0<br /> <br /> 3 398,43<br /> <br /> + 2,9<br /> Publikumszeitschriften <br /> 2.092,45<br /> <br /> - 6,9<br /> <br /> 1.934,79<br /> <br /> - 7,5<br /> <br /> 1.861,50<br /> <br /> - 3,8<br /> <br /> 1 839,20<br /> <br /> - 1,2<br /> Anzeigenbl&auml;tter <br /> 1.751,00<br /> <br /> - 2,3<br /> <br /> 1.702,00<br /> <br /> - 2,8<br /> <br /> 1.746,00<br /> <br /> + 2,6<br /> <br /> 1.836,40<br /> <br /> + 5,2<br /> Verzeichnis-Medien <br /> 1.269,40<br /> <br /> + 0,1<br /> <br /> 1.249,90<br /> <br /> - 1,5<br /> <br /> 1.219,51<br /> <br /> - 2,4<br /> <br /> 1 195,73<br /> <br /> - 2,0<br /> Fachzeitschriften <br /> 1.074,00<br /> <br /> - 15,2<br /> <br /> 966,00<br /> <br /> - 10,1<br /> <br /> 877,00<br /> <br /> - 9,2<br /> <br /> 865,00<br /> <br /> - 1,4<br /> Au&szlig;enwerbung <br /> 759,71<br /> <br /> + 1,8<br /> <br /> 713,45<br /> <br /> - 6,1<br /> <br /> 709,97<br /> <br /> - 0,5<br /> <br /> 720,11<br /> <br /> + 1,4<br /> H&ouml;rfunk <br /> 677,98<br /> <br /> - 7,5<br /> <br /> 595,12<br /> <br /> - 12,2<br /> <br /> 579,24<br /> <br /> - 2,7<br /> <br /> 619,39<br /> <br /> + 6,9<br /> Online-Angebote <br /> 185,00<br /> <br /> + 20,6<br /> <br /> 227,00<br /> <br /> + 22,7<br /> <br /> 246,00<br /> <br /> + 8,4<br /> <br /> 271,00<br /> <br /> + 10,2<br /> Wochenzeitungen <br /> 286,73<br /> <br /> + 3,3*<br /> <br /> 267,80<br /> <br /> - 6,6<br /> <br /> 225,10<br /> <br /> -**<br /> <br /> 245,80<br /> <br /> + 9,2<br /> Filmtheater <br /> 170,22<br /> <br /> - 2,8<br /> <br /> 160,52<br /> <br /> - 5,7<br /> <br /> 160,68<br /> <br /> + 0,1<br /> <br /> 146,77<br /> <br /> - 8,7<br /> Zeitungssupplements <br /> 89,50***<br /> <br /> -<br /> <br /> 96,80<br /> <br /> + 8,2<br /> <br /> 85,50<br /> <br /> -11,7<br /> <br /> 90,00<br /> <br /> + 5,3<br /> Gesamt 21.722,96 - 7,1 20.141,16 - 7,3 19.280,54 - 4,3 19.588,71 + 1,6</p> <p>Netto&ndash;Angaben in Mio-Euro nach Abzug von Mengen- und Malrabatten sowie Mittlerprovisionen, vor Skonti, ohne Produktionskosten.<br /> *Wegen unterschiedlicher Repr&auml;sentanz in der Erhebungsgruppe nur bedingt vergleichbar.<br /> **Vorjahresvergleich nicht m&ouml;glich: Ein teilnehmender Verlag deklarierte 2002 versehentlich Ums&auml;tze der Wochentagsausgabe auch als Ums&auml;tze der Sonntagszeitung. Wegen der Anonymit&auml;t der Umsatzerhebung ist eine r&uuml;ckwirkende Korrektur nicht m&ouml;glich.<br /> ***Zeitungssupplements: Ab 2001 werden die Vertriebs- und Anzeigenerl&ouml;se miteinander verrechnet und nur als Gesamtergebnis dargestellt.<br /> Quelle: Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW)</p> <p>Aktuell: Unternehmen haben 2005 rund 19,1 Milliarden Euro f&uuml;r Werbung ausgegeben. Der B&ouml;rsenblatt-Newsletter B&ouml;rsenblatt Newsletter vom 13. Januar 2006 zitiert das Marktforschungsinstitut Nielsen Media Research: Ausgaben um rund 961 Millionen Euro gesteigert, ein Plus von 5,3 Prozent - Werbemarkt zum dritten Mal in Folge gewachsen. Das Fernsehen verbuchte mit rund acht Milliarden Euro (plus 4,2 Prozent) die gr&ouml;&szlig;ten Bruttoeinnahmen aller Medien.</p> <p>Die Steigerung der Bruttowerbeausgaben sei zum gro&szlig;en Teil auf Eigenwerbung der Medien zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Die h&auml;tten ihre Ausgaben um 350 Millionen Euro gesteigert. Zusatzgesch&auml;fte wie Buch- und CD-Editionen beispielsweise seien stark beworben worden. Auch wegen der Fu&szlig;ball-WM werde der Markt 2006 um sieben bis acht Prozent wachsen.</p> <p>Der Online-Werbemarkt wuchs 2005 um 60 Prozent gegen&uuml;ber 2004 [1].</p> <p>Umsatz der Werbeagenturen in der Werbehauptstadt Frankfurt seit Jahren konstant &uuml;ber sieben Milliarden Euro.</p> <p>Konzeption und Umsetzung [Bearbeiten]</p> <p>Werbekonzept [Bearbeiten]</p> <p>Das Werbekonzept setzt den allgemeinen Rahmen, nach dem sich alle Gestaltungsma&szlig;nahmen einer Werbekampagne zu richten haben. Im Groben gibt das Konzept die Punkte Consumer Benefit, Reason Why und Tonality (z.B. den Einsatz von Reizworten) vor.</p> <p>Die Anforderungen an eine erfolgreiche Werbung sind:</p> <p> * Aufmerksamkeitsst&auml;rke<br /> * Relevanz<br /> * Glaubw&uuml;rdigkeit<br /> * Merkf&auml;higkeit<br /> * Kontinuit&auml;t</p> <p>Je mehr die Werbung diesen Kriterien gerecht wird, desto gr&ouml;&szlig;er ist ihre Chance, dass sie das bewirkt, was sie bewirken soll. Mit der Konzeption einer Copy-Strategie (Text-Strategie) kann man eine effiziente Werbung im Sinne dieser Anforderungen entwickeln. Ausgangspunkt ist dabei die Copy-Analyse.</p> <p>Als Beispiel f&uuml;r das Werbekonzept eines Konsumg&uuml;teranbieters kann die Geiz ist geil-Kampange gelten:</p> <p> * Consumer Benefit:<br /> Hier bekommen Sie Elektronik-, Entertainment- und Haushaltswaren aller Art.<br /> * Reason Why:<br /> &quot;Geiz ist geil&quot; und wir sind die billigsten.<br /> * Tonality:<br /> Auffallend, Erotik g&uuml;nstiger Preise, modern.</p> <p>Der Prozess der Werbeplanung und -durchf&uuml;hrung kann nach Hans Christian Weis wie folgt skizziert werden:</p> <p> 1. Marketingziele<br /> 2. Werbeziele<br /> 3. Werbeetat<br /> 4. Festlegung der Werbeobjekte<br /> 5. Festlegung der Werbesubjekte<br /> 6. Festlegung der Werbebotschaft<br /> 7. Auswahl der Werbemittel<br /> 8. Pretest<br /> 9. Auswahl der Werbetr&auml;ger<br /> 10. Auswahl der Zeit und Region<br /> 11. Werbedurchf&uuml;hrung<br /> 12. Werbekontrolle</p> <p>Aufmerksamkeitsverlauf [Bearbeiten]<br /> Erinnerungswerte bei zeitlich unterschiedlicher Verteilung der Kontakte nach Zielske (1959,1980) bei massiver (Kurve I) und verteilter (Kurve II) Schaltung von Werbung. Quelle: Aufsatz &quot;The remembering and forgetting of advertising&quot; / Hubert A. Zielske. - 1969 In: &quot;Measuring advertising effectiveness.&quot; - Homewood, Ill. [u.a.] : Irwin, (1969), S. 175-181<br /> vergr&ouml;&szlig;ern<br /> Erinnerungswerte bei zeitlich unterschiedlicher Verteilung der Kontakte nach Zielske (1959,1980) bei massiver (Kurve I) und verteilter (Kurve II) Schaltung von Werbung. Quelle: Aufsatz &quot;The remembering and forgetting of advertising&quot; / Hubert A. Zielske. - 1969 In: &quot;Measuring advertising effectiveness.&quot; - Homewood, Ill. [u.a.] : Irwin, (1969), S. 175-181</p> <p>Hubert A. Zielske untersuchte die Entwicklung von Erinnerungswerten aus einer Werbeaktion, die &uuml;ber einen Zeitraum von 13 Wochen lief (Kurve I nebenstehend) und bei der die Zielpersonen einen Kontakt pro Woche hatten, mit denen, die &uuml;ber 52 Wochen (Kurve II) einmal im Monat ein Kontakt hergestellt wurde. Die Wirkungskurven haben nicht nur unterschiedliche Spitzenwerte mit 63% (Kurve I) und 48 % (Kurve II), sondern sie belegen auch zwischen der Anzahl der Kontakte und dem Werbeerfolg eine eindeutige Korrelation.</p> <p>Aufmerksamkeitsstrategien [Bearbeiten]<br /> Und so sieht es aus, wenn die Aufmerksamkeit der Werber nachl&auml;sst.<br /> vergr&ouml;&szlig;ern<br /> Und so sieht es aus, wenn die Aufmerksamkeit der Werber nachl&auml;sst.</p> <p> * Wiederholung: Ein Teil der Werbung konzentriert sich darauf, eine Marke durch Wiederholung zu bewerben. Nach durchschnittlich 7 Wahrnehmungsvorg&auml;ngen wird sich einer Botschaft bewusst erinnert.<br /> * Referenz auf prominente Verwender (&quot;Bandwagon-Argument&quot;): Indem Werbung andeutet, das Produkt w&uuml;rde allgemein in einer h&ouml;heren sozialen Schicht verwendet, soll der Kaufanreiz erh&ouml;ht werden.<br /> * Zeugenaussagen: Oft versucht die Werbung, die bessere Qualit&auml;t ihres Produktes durch das Zeugnis des Normalverbrauchers, der Experten oder der beider zu f&ouml;rdern. &quot;drei aus vier Zahn&auml;rzten heraus empfehlen...&quot;. Dies bezieht h&auml;ufig einen Anklang zur Autorit&auml;t mit ein. (Spin Doctors)<br /> * K&uuml;nstliche Verknappung: Es wird versucht, die Menschen schnell ohne lange &Uuml;berlegung w&auml;hlen zu lassen und, so hofft die Werbung, zu schnellem Kauf zu ermuntern: &quot;Ausverkauf, schlagen Sie jetzt zu!&quot;<br /> * Assoziation: Oft versucht die Werbung, ihr Produkt visuell oder auditiv mit w&uuml;nschenswerten Umst&auml;nden zu verbinden, um es ebenso w&uuml;nschenswert erscheinen zu lassen. Der Gebrauch von attraktiven Modellen, malerischen Landschaften und &auml;hnlichen Darstellungen ist verbreitet.<br /> * Werbefigur Die gestresste Hausfrau bekommt zur Probleml&ouml;sung einen gro&szlig;en starken Mann geliefert, (Meister Propper oder Der General) bzw. eine attraktive Verwendungseigenschaft wird auf eine solche Figur projiziert (HB-M&auml;nnchen oder Herr Kaiser).</p> <p>Derartige Konzepte im Bereich der B-to-C-Werbung lassen sich nicht ohne weiteres auf den B-to-B-Markt &uuml;bertragen. Hier &uuml;bernimmt die Verkaufsf&ouml;rderung (Promotion) oder die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit bzw. das Sponsoring entsprechende Funktionen gegen&uuml;ber den institutionalisierten Abnehmern.</p> <p>Personifizierung [Bearbeiten]</p> <p>Die Personifizierung (Vermenschlichung) abstrakter Begriffen, zum Beispiel Verunreinigungen lehnt an das Konzept der positiv besetzten Werbefigur an und kehrt die emotionale Assoziation um.</p> <p>Grauschleier oder Flecken werden im Werbespot zu kleinen, haarigen oder gar schleimigen Wesen, um so den nat&uuml;rlichen Ekel des Menschen vor solchen Krankheits&uuml;bertr&auml;gern (z. B. Insekten, W&uuml;rmern, Milben) zu wecken.</p> <p>Oft wird Wissenschaftlichkeit durch die Darstellung suggeriert; Mikroskopie-Aufnahmen, wei&szlig;e Kittel, Diagramme.</p> <p>Schockwerbung [Bearbeiten]</p> <p>Eine hohe Aufmerksamkeit erzielte &quot;Tabu- oder Schockwerbung&quot; mit negativ besetzen Motiven. Schockierende Werbung, die besonders durch Benetton gepr&auml;gt wurde (ver&ouml;lte Ente, tote Kinder) hat explizit nicht das Produktinteresse zum Ziel: &quot; Wir machen kein High-Tech-Produkt. Darum ist es wichtig, da&szlig; Menschen, die nicht unsere Pullover und R&ouml;cke kaufen, &uuml;ber Benetton sprechen.&quot;.</p> <p>Ulrike W&uuml;nnenberg definiert 1996 diese Art und Weise der Werbung folgenderma&szlig;en: Es ist &quot;das Werben mit einer &quot;gestellten&quot; oder realistischen Bildaufnahme, die Not, Leid und Elend, aber auch religi&ouml;se oder politisch h&ouml;chst sensible Themen zum Inhalt hat, keinerlei oder nur unzureichenden Sachbezug zu dem zu bewerbenden Produkt oder Unternehmen aufweist und lediglich bzw. dennoch mit dem Logo einer Firma oder eines Produkts verbunden ist, die aber aufgrund ihres unerwarteten Motivs geeignet ist, Reaktionen vielf&auml;ltiger Art von heftigster Intensit&auml;t hervorzurufen&quot;.</p> <p>Da diese Annahmen sehr unterschiedlich sein k&ouml;nnen, ist die Wirkung schockierender Werbung immer abh&auml;ngig von sozialen, kulturellen und individuellen Faktoren. Um provozieren zu k&ouml;nnen, bedarf es auf Seiten des werbetreibenden Unternehmen daher einer fundierten Kenntnis gesellschaftlicher wie kultureller Umst&auml;nde und kollektiv akzeptierter Gewohnheiten und deren Grenzen.</p> <p>Auch die menschliche Sexualit&auml;t eignet sich, um durch die &Uuml;berschreitung sozial akzeptierter (Seh-)Gewohnheiten im &ouml;ffentlichen Raum die Aufmerksamkeit des Rezipienten zu erlangen. Um die Jahrhundertwende 1890 bis 1905 zeigte die Anheuser Busch erstmals &uuml;berhaupt fotografische Abbildungen in der Bierwerbung.</p> <p>Bis in die f&uuml;nfziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde dann in den USA vereinzelt immer wieder mit leicht erotisch anmutenden Motiven geworben. Doch erst im Sp&auml;tsommer 1953 kam die erste Playboy-Zeitschrift in den USA auf den Markt. Es wurde erstmals eine Frau vollkommen nackt (erotisch) in einem regul&auml;ren Magazin abgebildet, das f&uuml;r die breite &Ouml;ffentlichkeit bestimmt war.</p> <p>Mit der damals noch jungen Marilyn Monroe als Pin-Up-Girl und den entsprechend geschalteten Werbeanzeigen des Playboy wurde der Slogan &quot;sex sells&quot; als solches gepr&auml;gt und das entsprechende Werbeumfeld allgemein akzeptiert und genutzt.</p> <p>Der Mainzer Kaffeehersteller Nescafe brachte im Sommer 2005 f&uuml;r das Produkt &quot;K-fee&quot; eine hochschockierende Werbung raus. W&auml;hrend z.B. ein Auto friedlich f&auml;hrt, schie&szlig;t ein halbbetrunkener Mann hoch, und schreit hysterisch. Allerdings musste Nescafe die Werbung wieder einstellen, weil Menschen mit schwachem Herz an Herzrasen gestorben sind. K-fee-Slogan: Kaffee in hohen Dosen</p> <p>Aktuell: Der Bundesgerichtshof lockerte seine Rechtsprechung zu &quot;gef&uuml;hlsbetonter Reklame&quot; in einem Urteil vom 22. September 2005, I ZR 55/02. Neu ist, dass eine Werbung nicht allein deswegen unlauter ist, weil sie Kaufinteresse -- ohne sachlichen Zusammenhang mit der beworbenen Ware -- ma&szlig;geblich durch Ansprache sozialen Verantwortungsgef&uuml;hls weckt (Auslobung einer Spende an Umweltschutzorganisation).</p> <p>Bedeutung der Aufmerksamkeitsschwelle [Bearbeiten]</p> <p>Allgemein [Bearbeiten]</p> <p>Klassische Werbung sucht einen hohen Anteil an Aufmerksamkeit (awareness) f&uuml;r die beworbene Sache in ihrer spezifischen Zielgruppe herzustellen.</p> <p>Gef&auml;hrlich ist jedoch, wenn ein Produktname so weit akzeptiert wird, dass er sich im Laufe der Zeit als Gattungsbezeichnung im allgemeinen Sprachgebrauch entwickelt, und dann den markenrechtlichen Schutz als eingetragenes Warenzeichen verliert.</p> <p>Beispiele hierzu sind &quot;Tesafilm&quot; (bzw. &quot;Tixo&quot; in &Ouml;sterreich), die Filtert&uuml;te von Melitta, &quot;Walkman&quot; oder die &quot;Spalt-Tablette&quot;, auch Leukoplast; ebenso Jeep, UHU und F&ouml;n (siehe auch Liste der Begriffsmonopole). Im amerikanischen Raum ist der Firmenname Xerox zum Synonym von &quot;kopieren&quot; geworden.</p> <p>Tempo beispielsweise kann sich selbst als eigenes Taschentuch hervorheben. Jedoch, weil es einen Mind share bei den Verbrauchern erreicht hat, wird es h&auml;ufig als gleichbedeutendes Wort f&uuml;r jedes m&ouml;gliche Taschentuch verwendet, selbst wenn es sich um eine ganz andere Marke oder sogar um eine &quot;wei&szlig;e Marke&quot; handelt.</p> <p>Unterschwellige Werbung [Bearbeiten]</p> <p>Unterschwellige Werbung (englisch subliminal advertising, sub-threshold advertising) bezeichnet die Form der Werbung, die auch bei angespannter Aufmerksamkeit nicht bemerkt werden kann (etwa, weil sie aus sehr kurzen, zehntel-sekundenlangen tachistoskopischen optischen Botschaften besteht), denen aber unterstellt wird, dass sie trotzdem wirkten.</p> <p>In den 1950er Jahren wurde diese Form der Werbung in den USA, Gro&szlig;britannien und Deutschland diskutiert, zum Teil anhand erfundener Versuchsberichte.</p> <p>Unterschwellige Werbung wurde danach allerdings als optisch und akustisch nachgewiesenerma&szlig;en unwirksam fallen gelassen, jedoch nie ganz vergessen.</p> <p>Der Versuch, wirksame optische oder akustische Werbung g&auml;nzlich unter der Aufmerksamkeitsschwelle anzubieten gilt nach wahrnehmungspsychologischer Untersuchung als ineffektiv.</p> <p>M&ouml;gliche Anwendungen er&ouml;ffnet die olfaktorische Wahrnehmung, das hei&szlig;t Werbung &uuml;ber den Geruchssinn, zum Beispiel in der Auspr&auml;gung des &quot;Duftdrucks&quot;. (siehe hierzu Ladenverkauf).</p> <p>Schleichwerbung [Bearbeiten]</p> <p>Werbung, die zwar wahrgenommen, nicht aber als solche identifiziert wird (Schleichwerbung bzw. product placement) kann eine starke Wirkung zu minimalen Kosten haben.</p> <p>G&auml;ngige Produkte werden in die Film oder TV-Programme eingebaut: die Coca Cola in der Hand des Schauspielers, die Packung Corn Flakes auf dem Fr&uuml;hst&uuml;ckstisch.</p> <p>Nach den geltenden Richtlinien der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ist Schleichwerbung im deutschen Fernsehen verboten.</p> <p>Konsumg&uuml;ter- und Investitionsg&uuml;terwerbung [Bearbeiten]</p> <p>Investititionsg&uuml;ter wie Werkzeugmaschinen, Kraftwerke oder Nutzfahrzeuge werden anders verkauft als Konsumprodukte.</p> <p>Klaus Backhaus (Investitionsg&uuml;termarketing 2003) stellt dar, dass sich im Bezug auf s&auml;mtliche Bereiche des Marketing und der Unternehmensf&uuml;hrung f&uuml;r Konsumg&uuml;teranbieter und Anbieter langlebiger Waren und Dienstleistungen grunds&auml;tzlich unterschiedliche Strategien entwickelt haben.</p> <p>Als Investitionsg&uuml;ter werden hier Leistungen bezeichnet, die von Organisationen wie Unternehmen oder &ouml;ffentlichen Verwaltungen beschafft werden, um weitere Leistungen zu erstellen, die nicht in der Distribution an Endkunden (private Haushalte) bestehen.</p> <p>Im Bereich der Marktkommunikation, insb. der Werbung unterscheiden sich somit Werbestrategie, Tonalit&auml;t und Copy sowie die Nutzwertorientierung der Werbebotschaft erheblich.</p> <p>Im Konsumg&uuml;termarkt finden relevante Werbema&szlig;nahmen eher im Rahmen der klassischen Werbung (TV, Radio, Printmedien) statt.</p> <p>Investitionsg&uuml;terwerbung erreicht die Entscheidungstr&auml;ger hingegen eher per Direktmarketing.</p> <p>Die zahlenm&auml;&szlig;ig geringeren Zielpersonen (Entscheider institutionalisierter Nachfrager) interessieren sich bewusst weitaus st&auml;rker f&uuml;r den sachlichen Informationsgehalt der Werbung, reagieren jedoch ebenso intuitiv auf vertrauensbildende Wirkelemente und Werbemittel wie andere Konsumenten.</p> <p>In der Regel sind sowohl auf der Abnehmerseite als auch auf Seiten des Anbieters von Investitionsg&uuml;tern mehrere Personen am Kaufprozess beteiligt, wobei die entsprechenden Organisationen als Buying Center auf der Abnehmerseite bzw. Selling Center auf der Anbieterseite bezeichnet werden.</p> <p>Die Werbung wird somit in erster Linie in der Interaktion zwischen diesen Organisationen geleistet und nicht an einem anonymen, passiven Markt wie beim Konsumg&uuml;termarketing platziert. Daher ist eine gewisse Stabilit&auml;t der Beziehungen zwischen Herstellern und Abnehmern charakteristisch (vgl. Zentes: Grundbegriffe des Marketing, 1996, S. 182)</p> <p>Geringere Schaltfrequenz mit h&ouml;herer Informationsdichte sachbezogener Nutzwertinformationen entsprechender Werbema&szlig;nahmen f&uuml;hren zur Schaffung eines positiven Klimas f&uuml;r das pers&ouml;nliche Verkaufsgespr&auml;ch und zur Stimulierung der Nachfrage auf Folgestufen der Absatzprozesse (z.B. Betreuung, gemeinsame Forschung und Entwicklung sowie Schulung). Die Werbema&szlig;nahmen des Konsumg&uuml;termarktes zielen hingegen eher auf affektive Kaufentscheidungen und Imagebildung.</p> <p>Cross Promotion und Mundpropaganda (mouth-to-mouth advertising) [Bearbeiten]</p> <p>Wenn Unternehmen verschiedener Leistungsbereiche gleiche oder &auml;hnliche Zielgruppen haben und gemeinsame Werbung entwickeln, wie im Fall BMW Z3 und MGM, wird von Cross Promotion gesprochen. Hier profitieren beide Parteien von der Deckungsgleichheit einer Imagebotschaft und senken gleichzeitig die Schaltkosten bzw. Beschaffungskosten der Ausstattung, z.B. f&uuml;r einen Kinofilm. Derartige Ziele werden auch mit Vitrinentausch im Einzelhandel, Cross Selling Aktionen im Au&szlig;endienst oder gemeinsamer Plakatwerbung von NGO&acute;s und karitativen Unternehmen verfolgt.</p> <p>Auch sind pers&ouml;nliche Empfehlungen (Mundpropaganda) und die Verbundenheit der Zielgruppe f&uuml;r &quot;ihre&quot; Marken und das allgemein positive Image mancher Marken beispielsweise bei Kindern oder Besserverdienern geeignet, dauerhaft die Aufmerksamkeit auf dazugeh&ouml;rige Angebote zu lenken. Die Empfehlung einer sympathischen Marke oder eines zufriedenstellenden Anbieters im Bekanntenkreis ist eine der Hauptumsatzquellen f&uuml;r das sog. Netzwerk-Marketing (auch Multi-Level-Marketing), bei dem selbst&auml;ndige Handelsvertreter beinahe ausschlie&szlig;lich &uuml;ber Empfehlungen werben. Sowohl Cross-Promotion als auch das sog. Empfehlungsmarketing nutzt diese Deckungsgleichheit der Meinungsbidlung zur Generierung zus&auml;tzlicher Interessentenkontakte im Vertrieb.</p> <p>Direktwerbung [Bearbeiten]<br /> S-Kurve als typischer Leseverlauf eines Mailing<br /> vergr&ouml;&szlig;ern<br /> S-Kurve als typischer Leseverlauf eines Mailing</p> <p>Siehe hierzu auch den Fachartikel Direktwerbung.</p> <p>Bei der Direktwerbung handelt es sich um eine vereinfachte Form des Direktmarketing ohne Dialogelement. Sie unterscheidet sich also vom Direktmarketing durch das Fehlen von Responseverst&auml;rkern. Im Unterschied zur allgemeinen Massenwerbung hat die Direktwerbung allerdings eine viel h&ouml;here Zielgruppensicherheit, weil sie im Gegensatz z. B. zur Radio- oder Fernsehwerbung personifiziert eingesetzt wird.</p> <p>Ziel der direkten und individuellen Ansprache ist es, dass der Umworbene neben Informationen &uuml;ber Produkte und Dienstleistungen, auch zum Vertragsabschluss in Form einer Bestellung bewegt wird. Das wichtigste Element der Direktwerbung ist das Mailing. Dabei ist zu unterscheiden, dass hier die Informationen im Vordergrund stehen und nicht die m&ouml;gliche Antwort des Umworbenen. Die Gestaltung eines solchen Briefes folgt in der Regel im Aufbau dem AIDA-Modell und Erkenntnissen aus der Forschung &uuml;ber Gebrauchstauglichkeit (usability).</p> <p>Werbeerfolgskontrolle [Bearbeiten]</p> <p>Noch unterhalb des weitaus komplexeren Controlling-Regelkreises eines Unternehmens steht die einfache, eindimensionale Werbeerfolgskontrolle anhand der Vergleichszahl vor und nach einer Werbema&szlig;nahme. Zu diesem Ergebnis kommt man auch &uuml;ber die &Uuml;berlegung, dass sich ein Werbeerfolg nur messen l&auml;sst, wenn die Werbeziele operational sind. Der Umsatz und der Gewinn eines Unternehmens erf&uuml;llen diese Anforderungen nicht (K&ouml;hler/H&ouml;rschgen). Es ergeben sich sowohl M&ouml;glichkeiten zur &ouml;konomischen Erfolgskontrolle, als auch des kommunikativen Erfolges.</p> <p>&Ouml;konomische Erfolgskontrolle [Bearbeiten]</p> <p>Auf der Grundlage einer Deckungsbeitragsrechnung l&auml;sst sich der Break-Even-Point f&uuml;r den Einsatz der Werbung berechnen. Sobald die zielgruppenbezogenen Deckungsbeitr&auml;ge die Sach- und administrativen Kosten der Ma&szlig;nahme &uuml;bersteigen, lohnt sich die Werbung.</p> <p>Man befragt die Kunden direkt oder wertet den Response von Direktmarketing-Aktionen aus, um eine direkte Verbindung zwischen den Werbema&szlig;nahmen und unmittelbar r&uuml;ckverfolgbaren Kaufentscheidungen des Kunden herzustellen. Dabei empfiehlt es sich, verschiedene Headlines (Schlagzeilen, Schl&uuml;sselworte), Anzeigenmotive u. &auml;. gegeneinander zu testen, um herauszufinden, welche am besten funktionieren.</p> <p>Diese Methode wurde in den 1920er Jahren in den USA zur Perfektion entwickelt: &Uuml;ber Anzeigen mit Response-Element, die man zielgruppenspezifisch in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften geschaltet hat, wurde z. B. getestet, welche Headlines in der anvisierten Zielgruppe den h&ouml;chsten R&uuml;cklauf erzeugten. Das Internet und besonders E-Shops bieten zahlreiche neue M&ouml;glichkeiten f&uuml;r dieses Verfahren.</p> <p>Kontrolle des kommunikativen Erfolges [Bearbeiten]</p> <p>Das Recognition-Verfahren (auch als Wiedererkennungsverfahren bekannt) versucht zu ermitteln, inwieweit ein Werbekontakt stattgefunden hat, den die Zielpersonen in einem definierten Zeitrahmen erinnern. Die vorgenannte S&auml;gezahnKurve nach Zielske wurde so ermittelt. Mit dem sog. Starch-Test wird beispielsweise ermittelt, ob Anzeigen ganz oder teilweise wiedererkannt werden. Das Problem hierbei ist allerdings, dass ein Interesse an einer Werbebotschaft noch keinesfalls zu Kaufabsichten f&uuml;hren muss. Bei dem &auml;hnlich orientierten Recall-Verfahren wird die Erinnerung an bestimmte Werbebotschaft abgefragt und entweder die</p> <p> * ungest&uuml;tzte Erinnerung (unaided recall) bzw. die<br /> * gest&uuml;tzte Erinnerung (aided recall) untersucht.</p> <p>Ausbildung [Bearbeiten]</p> <p>Der Zugang zum Werbeberuf ist nicht einheitlich geregelt. Neben manigfaltigen M&ouml;glichkeiten f&uuml;r Quereinsteiger sollen hier vier Hauptausbildungen kurz skizziert werden:</p> <p>Kauffrau/Kaufmann f&uuml;r Marketingkommunikation [Bearbeiten]</p> <p>Marketingkommunikationskaufleute werden in einer dreij&auml;hrigen dualen Ausbildung gem. Berufsbildungsgesetz (BBiG) auf eine beratungsintensive und anspruchsvolle T&auml;tigkeit vorbereitet. Sie entwickeln Werbestrategien f&uuml;r verschiedene Medien und setzen sie kaufm&auml;nnisch um, indem sie z.B. Auftr&auml;ge planen, durchf&uuml;hren und kontrollieren sowie den Zahlungsverkehr &uuml;berwachen. Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeiten finden sich in der Werbebranche, z.B. in Werbeabteilungen gr&ouml;&szlig;erer Unternehmen, bei Werbeagenturen, Messe- und Ausstellungsgesellschaften oder Werbefachverb&auml;nden. Der Monoberuf wird ohne Spezialisierung nach Fachrichtungen oder Schwerpunkten in Unternehmen der Werbewirtschaft bzw. Werbe-/Marketingabteilungen von Unternehmen, Verb&auml;nden und anderen Institutionen ausgebildet.</p> <p>Werbetexter [Bearbeiten]</p> <p>Die Ausbildung zum Werbetexter ist nicht geregelt. Der Einstieg in diesen Beruf kann daher sehr unterschiedlich verlaufen. In der Regel ist eine Anstellung als Praktikant oder Trainee der erste Schritt in den Beruf. In dieser Zeit, die zwischen drei Monaten und einem Jahr dauern kann, erlernt der zuk&uuml;nftige Werbetexter die Grundlagen des Textens, auch &quot;Training-on-the-job&quot; genannt. Hat man in dieser Zeit sein Talent unter Beweis stellen k&ouml;nnen, wird man mit ein wenig Gl&uuml;ck als Junior-Texter angestellt.</p> <p>Die meisten Werbetexter sind Seiteneinsteiger, d.h vor ihrer T&auml;tigkeit als Werbetexter hatten sie kaum Ber&uuml;hrung mit der Branche. Viele Texter haben vor ihrem Einstieg ein geistes- oder sprachwissenschaftliches Studium absolviert. Ein akademischer Hintergrund kann f&uuml;r den Einstieg durchaus hilfreich sein, ist aber im Allgemeinen keine zwingende Voraussetzung. Entscheidend ist alleine das kreative Talent, d.h die F&auml;higkeit, viele, &uuml;berraschende Ideen unter sehr engen Vorgaben entwickeln zu k&ouml;nnen.</p> <p>Die meisten gr&ouml;&szlig;eren Agenturen pr&uuml;fen diese F&auml;higkeit anhand eines so genannten Copy-Tests, in dem eine Reihe von realit&auml;tsnahen Aufgaben aus der Werbepraxis gel&ouml;st werden sollen. Nach diesem Test wird dann entschieden, ob ein Bewerber zu einem Vorstellungsgespr&auml;ch eingeladen wird und schlie&szlig;lich eine Praktikanten-Stelle erh&auml;lt.</p> <p>In Deutschland gibt es zwei private Ausbildungsst&auml;tten, die bundesweit einen sehr guten Ruf genie&szlig;en: die Texterschmiede und Miami-Ad-School Europe, beide in Hamburg.</p> <p>Werbegrafiker [Bearbeiten]</p> <p>Der Grafik-Designer arbeitet heute fast vollst&auml;ndig an Computer basierender Gestaltung. Die Ausbildung ist nicht einheitlich, zwar gibt es Grafik-Design an verschiedenen Fachhochschulen und Hochschulen als Studiengang (Abschluss Diplom), doch ist der Begriff &quot;Designer&quot; nicht gesch&uuml;tzt.</p> <p>So entstanden in den letzten Jahren eine Vielzahl von &ouml;ffentlichen und privaten Schulen die eine &quot;Designer-Ausbildung&quot; anbieten, viele davon auch im grafischen Bereich, weshalb diese Absolventen sich teilweise auch als Grafiker verstehen.</p> <p>Zu der t&auml;glichen Arbeit des Grafikdesigners (heute: Kommunikationsdesigners) geh&ouml;rt im wesentlichen die Erstellung von Printprodukten, Layout, Drucksatz, Illustration, Konzeption und Entwurf, Typografie, Fotografie, Zeichnen, Desktop-Publishing, Animation, Druckvorstufe, Webdesign, Modellbau, Verpackung, Rastersysteme.</p> <p>H&auml;ufig haben Grafiker Zugangsberufe im EDV-Bereich oder ein Kunststudium. Die Hochschulausbildung zum Dipl.-Grafiker ist ebenfalls m&ouml;glich und bietet eine Spezialisierung z.B. im Industriedesign, der Gebrauchsgrafik oder Computerspiel-Design.</p> <p>Werbefotograf [Bearbeiten]</p> <p>Werbefotografen und -fotografinnen fertigen Werbeaufnahmen f&uuml;r Bereiche wie Modefotografie, Sachfotografie und Stil-Life. Nach Vorgabe der Kunden und Auftraggeber betonen sie dabei die Eigenschaften oder Vorz&uuml;ge, die in der Werbung f&uuml;r das jeweilige Produkt hervorgehoben werden sollen.</p> <p>Sie fotografieren das jeweilige Arrangement, in der Regel aus verschiedenen Blickwinkeln. Durch Digitalkameras und Bildbearbeitungstechnik ist damit zu rechnen, dass in wenigen Jahren &uuml;ber 90 Prozent der Werbeaufnahmen auf digitalem Weg zustande kommen. Der Versandh&auml;ndler Neckermann fotografiert seit Jahren ausschlie&szlig;lich digital.</p> <p>F&uuml;r Werbefotografen und Werbefotografinnen bedeutet dies neue M&ouml;glichkeiten in der Aufnahmetechnik und Bildgestaltung als auch die Notwendigkeit, sich mit der neuen Technik vertraut zu machen.</p> <p>Neben Kenntnissen der digitalen Fotografie und der branchen&uuml;blichen Hard- und Software ben&ouml;tigt man in diesem Beruf Kreativit&auml;t, Qualit&auml;tstreue und Terminzuverl&auml;ssigkeit. Au&szlig;erdem sollten Werbefotografen Reisebereitschaft zeigen, sich in ein Team einf&uuml;gen k&ouml;nnen und &uuml;ber Englischkenntnisse verf&uuml;gen.</p> <p>Um als Werbefotograf/in arbeiten zu k&ouml;nnen, ist eine Ausbildung als Fotograf/in erforderlich. Aber auch Quereinsteiger/innen mit entsprechender Berufserfahrung arbeiten in Agenturen oder selbst&auml;ndig.</p> <p>Agenturen [Bearbeiten]</p> <p>Werbeagentur [Bearbeiten]</p> <p>Eine Werbeagentur ist ein Dienstleistungsunternehmen, das f&uuml;r Firmen und andere Auftraggeber die Beratung, Konzeption, Planung, Gestaltung und Realisierung von Werbe- und sonstigen Kommunikationsma&szlig;nahmen &uuml;bernimmt. Eine Werbeagentur kann folgende Leistungen anbieten:</p> <p> * Analyse und Prognose: Marktforschung, Konsumentenforschung, Mediaforschung<br /> * Entwicklung von Kommunikationsstrategien (Strategische Planung)<br /> * Konzeption, Gestaltung und Produktion von Werbema&szlig;namen<br /> * Analyse und Kontrolle der Werbewirkung<br /> * Drehb&uuml;cher der Werbespots (der VDW Award, Preis, wird in Frankfurt am Main vergeben, wo allein 6000 Werbeagenturen sind - &quot;Werbehauptstadt&quot;)</p> <p>Designagentur [Bearbeiten]</p> <p>Eine Designagentur ist ein Dienstleister, der auf die Entwicklung von Corporate Design (einheitliches Erscheinungsbild auf lange Sicht), Branding (Markenentwicklung) und Informationsdesign spezialisiert ist. Im Einzelnen ist das die Festlegung von Designkonstanten -- Farbigkeit, Typografie, Formen- und Bildsprache.</p> <p>Internetagentur [Bearbeiten]</p> <p>Internetagenturen sind spezialisierte Designb&uuml;ros/Werbeagenturen, die Konzeption, Gestaltung und Programmierung von Webseiten und Internetportalen &uuml;bernehmen.</p> <p>Internetagenturen setzen entweder gesamtverantwortlich den online-bezogenen Part von integrierten Marketing-Konzepten um oder &uuml;bernehmen lediglich Teilaufgaben, wie Suchmaschinenmarketing und Webcontrolling.</p> <p>So erarbeiten Internetagenturen online-orientierte Marketingkonzepte &uuml;ber die reine Webseiten-Gestaltung hinaus. So entsteht eine integrierte L&ouml;sung. Dazu richtet die Agentur Content-Management-Systeme (CMS-Redaktionssyteme), Newsletter-Verteilsysteme, Webcontrollingsoftware ein und sorgt f&uuml;r Integration von externen Datenbest&auml;nden, Produktdatenbanken, Mitglieder-/Kundendatenbanken.</p> <p>Verb&auml;nde und Organisationen [Bearbeiten]</p> <p>Deutscher Werberat [Bearbeiten]</p> <p>Der 1972 gegr&uuml;ndete Deutsche Werberat ist das selbstdisziplin&auml;re Organ der Kommunikationswirtschaft und arbeitet als Konfliktregler zwischen Beschwerdef&uuml;hrern aus der Bev&ouml;lkerung und werbungtreibenden Unternehmen. Vier zentrale Ma&szlig;st&auml;be bilden die Grundlage f&uuml;r seine Entscheidung:</p> <p> 1. die allgemeinen Gesetze,<br /> 2. die werberechtlichen Vorschriften, welche die Unlauterkeit und Irref&uuml;hrung in der Werbung verbieten,<br /> 3. die Verhaltensregeln des Deutschen Werberats: f&uuml;r die Werbung mit und vor Kindern im Fernsehen und H&ouml;rfunk, f&uuml;r die Bewerbung von alkoholischen Getr&auml;nken,<br /> 4. die aktuell herrschende Auffassung &uuml;ber Sitte, Anstand und Moral in der Gesellschaft.</p> <p>Der Werberat ver&ouml;ffentlicht j&auml;hrlich im Fr&uuml;hjahr und Herbst sog. GWA-Monitore, Branchenberichte zu Schwerpunktthemen. Die dem GWA angeh&ouml;renden Werbeagenturen repr&auml;sentieren rund 82 Prozent des Umsatzvolumens der Top 200 Agenturen Deutschlands; damit hat der GWA Branchenrelevanz.</p> <p>Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) [Bearbeiten]</p> <p>Anders als in allen anderen Industriestaaten sind in Deutschland s&auml;mtliche zur Werbewirtschaft z&auml;hlenden Gruppen in einer Dachorganisation vereint.</p> <p>Dem 1949 gegr&uuml;ndete Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V. (ZAW) geh&ouml;ren &uuml;berwiegend Verb&auml;nde an, deren Mitglieder Wirtschaftswerbung betreiben, vorbereiten, durchf&uuml;hren, gestalten und vermitteln.</p> <p>Derzeit sind im ZAW 41 Organisationen zusammengeschlossen, gegliedert in die vier Bereiche:</p> <p> * werbungtreibende Wirtschaft (14)<br /> * Werbungdurchf&uuml;hrende und Werbemittelhersteller (22)<br /> * Werbeagenturen (1)<br /> * Werbeberufe und Markt- und Sozialforschung (4)</p> <p>Der ZAW vertritt die Werbewirtschaft in ihren grunds&auml;tzlichen Positionen nach au&szlig;en und bildet den &quot;runden Tisch&quot; f&uuml;r die Formulierung der gemeinsamen Politik und den Interessenausgleich aller am Werbegesch&auml;ft Beteiligten. Dieses wird durch die Gremien des ZAW wahrgenommen.</p> <p>Die Interessenvertretung des ZAW nach au&szlig;en erfolgt in erster Linie in Form von Meinungs&auml;u&szlig;erungen und Stellungnahmen gegen&uuml;ber Legislative und Exekutive &ndash; angefangen vom Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung &uuml;ber L&auml;nderparlamente und L&auml;nderregierungen bis hin zu den Kommunen sowie den Institutionen der Europ&auml;ischen Union.</p> <p>IVW [Bearbeiten]</p> <p>Die IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbetr&auml;gern e. V.) wurde 1949 als Unterorganisation des kurz zuvor konstituierten Zentralverbandes der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) gegr&uuml;ndet und 1955 als eingetragener gemeinn&uuml;tziger Verein mit Sitz in Bonn rechtlich verselbst&auml;ndigt.</p> <p>Als neutrale Kontrolleinrichtung verfolgt die IVW laut Satzung den Zweck, zur F&ouml;rderung der Wahrheit und Klarheit der Werbung und damit zur Sicherung eines echten Leistungswettbewerbs vergleichbare und objektiv ermittelte Unterlagen &uuml;ber die Verbreitung von Werbetr&auml;gern zu beschaffen und bereitzustellen.</p> <p>Urspr&uuml;nglich als Einrichtung zur Auflagenkontrolle von Printmedien geschaffen, wurde der T&auml;tigkeitsbereich der IVW im Laufe der Jahrzehnte auf weitere Medien ausgedehnt, n&auml;mlich auf Plakatanschlag und Verkehrsmittelwerbung, Filmtheater, Funkmedien, periodische elektronische Datentr&auml;ger und Online-Medien, f&uuml;r die jeweils spezielle Richtlinien gelten.</p> <p>Siehe auch [Bearbeiten]</p> <p> * Public Relations, Multiplikator (Werbung)<br /> * Portal:Verhandlung und Verkauf<br /> * Bildwahrnehmung einer Werbeanzeige, Iss-Popcorn-trink-Cola-Studie, Keyword advertising, Kunstwort, Mediaagentur, Mediendienste-Staatsvertrag, Promoter, Robinsonliste, Sozialstatus, Telemediengesetz, Vampireffekt, Verbraucherschutz, Werbespot-Produktionskosten, Ad-Games, Werbeabgabe</p> <p>Literatur [Bearbeiten]</p> <p> * Clausen, Lars: Elemente einer Soziologie der Wirtschaftswerbung. Opladen: Westdeutscher Verlag, 1964<br /> * Felser, Georg: Werbe- und Konsumentenpsychologie, Spektrum Akademischer Verlag, 2001. - ISBN 3-82741-105-X<br /> * Geck, Albrecht, Consumo, ergo sum. Biblische Motive in kommerzieller Werbung, in: Zeitschrift f&uuml;r P&auml;dagogik und Theologie 52 (2000), 151-162.<br /> * Hopkins, Claude C.: My Life in Advertising &amp; Scientific Advertising. Reprint, Lincolnwood, Ill./USA 1966<br /> * Lachmann, Ulrich: Wahrnehmung und Gestaltung von Werbung, STERN - Bibliothek, 3.Auflage 2004<br /> * Ogilvy, David: Ogilvy &uuml;ber Werbung. Dt. Ausg., D&uuml;sseldorf: Econ, 1984<br /> * Pflaum, Dieter/B&auml;uerle, Ferdinand/Laubach, Karen (Hg.): Lexikon der Werbung. - 7. aktualisierte Auflage. M&uuml;nchen: Verlag Moderne Industrie, 2002. - ISBN 3-47821-287-1<br /> * Reinhardt, Dirk: Von der Reklame zum Marketing. M&uuml;nster, 1993.<br /> * Siegert, Gabriele / Dieter Brecheis (2005): Werbung in der Medien- und Informationsgesellschaft: Eine kommunikationswissenschaftliche Einf&uuml;hrung. Wiesbaden: VS Verlag f&uuml;r Sozialwissenschaften<br /> * Schmidt, Siegfried J. (Hrsg.): Handbuch Werbung, M&uuml;nster 2004 (Mittelding zwischen Handbuch und Lexikon, sowohl als Einf&uuml;hrung als auch als Nachschlagewerk praktisch)<br /> * Schweiger, G./Schrattenecker, G.: Werbung. Eine Einf&uuml;hrung. Uni-Taschenb&uuml;cher M, Band 1370. 6. neubearbeitete Aufl., 2001. - ISBN 3-82521-370-6 (Beliebtes Lehrbuch zur Einf&uuml;hrung ins Thema)<br /> * Gruber, Sabine M.: Michaels Verf&uuml;hrung. Literaturedition Nieder&ouml;sterreich 6. 2003. - ISBN 3-901117-63-6 (Ein Anti-Werbe-Roman)</p> <p>Weblinks [Bearbeiten]<br /> <br /> Commons: Advertising &ndash; Bilder, Videos und/oder Audiodateien</p> <p>Allgemein [Bearbeiten]</p> <p> * Slogans.de - Archiv der Werbeslogans<br /> * Competence Site - Artikel, Studien und Experten zum Thema Werbung und Marketing Mix aus kurzen Fachtexten und Eigenwerbung von Marketing-Dienstleistern.</p> <p>Verb&auml;nde [Bearbeiten]</p> <p> * Allianz deutscher Designer ADG<br /> * Art Directors Club (Deutschland) ADC<br /> * Account Planning Group (Deutschland) APGD<br /> * Bund Deutscher Grafik-Designer BDG<br /> * Creativ Club Austria (&Ouml;sterreich) CCA<br /> * Deutscher Direktmarketing Verband DDV<br /> * FFW<br /> * Gesamtverband der Werbeagenturen GWA<br /> * Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbetr&auml;gern IVW<br /> * Kommunikationsverband<br /> * Verband deutscher Werbefilmproduzenten<br /> * Werberat<br /> * Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW</p> <p>Fachpresse [Bearbeiten]</p> <p>allgemein</p> <p> * Horizont.Net<br /> * w&amp;v medien, marken, kommunikation</p> <p>speziell</p> <p> * New Business<br /> * Der Kontakter<br /> * Kress (Werbung und Medien)<br /> </p> <p>Werbeagentur<br /> aus Wikipedia, der freien Enzyklop&auml;die<br /> Wechseln zu: Navigation, Suche</p> <p>Eine Werbeagentur ist ein Dienstleistungsunternehmen, das f&uuml;r Firmen und andere Auftraggeber die Beratung, Konzeption, Planung, Gestaltung und Realisierung von Werbe- und sonstigen Kommunikationsma&szlig;nahmen &uuml;bernimmt. Eine Werbeagentur kann folgende Leistungen anbieten:</p> <p> * Analyse und Prognose: Marktforschung, Konsumentenforschung, Mediaforschung<br /> * Entwicklung von Kommunikationsstrategien (Strategische Planung)<br /> * Konzeption, Gestaltung und Produktion von Werbema&szlig;namen<br /> * Analyse und Kontrolle der Werbewirkung</p> <p>Inhaltsverzeichnis<br /> [Verbergen]</p> <p> * 1 Geschichte<br /> o 1.1 Erste Phase<br /> o 1.2 Zweite Phase<br /> o 1.3 Dritte Phase<br /> o 1.4 Vierte Phase<br /> o 1.5 F&uuml;nfte Phase<br /> * 2 Gliederung des Agenturmarktes<br /> * 3 Arten von Werbeagenturen<br /> * 4 Kunden / Akquise<br /> * 5 Agenturpersonal<br /> o 5.1 Kontakt / Beratung<br /> o 5.2 Strategische Planung / Konzeption<br /> o 5.3 Kreation<br /> o 5.4 Weitere Berufe<br /> * 6 Organisationsformen<br /> * 7 Weblinks<br /> * 8 Siehe auch</p> <p>Geschichte [Bearbeiten]</p> <p>Urspr&uuml;nglich waren (Werbe)Agenturen Mittler zwischen Zeitungen und deren Anzeigenkunden: Sie gestalteten f&uuml;r Werbekunden Anzeigen, welche in Zeitungen erschienen.</p> <p>Die Werbekunden zahlten urspr&uuml;nglich nicht f&uuml;r die Arbeit der Agenturen. Sie zahlten f&uuml;r das Erscheinen ihrer Anzeigen an die Zeitungen. Daf&uuml;r bekam die Werbeagentur von den Zeitungen Provisionen. Die geschichtlich daher r&uuml;hrende Provisionspraxis, nach welcher die Agenturen &bdquo;zus&auml;tzlich&ldquo; zur Bezahlung durch den Kunden Provisionen von Zeitungen, Druckereien usw. beanspruchen, ist umstritten, aber &uuml;blich...</p> <p>Erste Phase [Bearbeiten]</p> <p>1855 gab es bereits in Altona (heute Hamburg) die &bdquo;Annoncenexpedition Ferdinand Haasenstein&ldquo;, die als unparteiischer Berater des inserierenden Publikums auftrat. Ebenfalls 1855 wurde in Berlin das &bdquo;Institut der Anschlag-S&auml;ulen&ldquo; von Ernst Litfa&szlig; gegr&uuml;ndet.</p> <p>Zweite Phase [Bearbeiten]</p> <p>1895 kamen erste Werbeberater hinzu , deren T&auml;tigkeit in erster Linie darin bestand Reklame k&uuml;nstlerisch und wirksam zu gestalten und den Kunden vor unn&uuml;tzen Ausgaben zu bewahren.</p> <p>Dritte Phase [Bearbeiten]</p> <p>1920 entstehen &bdquo;Advertising Service Agencies&ldquo;. So wird zum Beispiel aus der Werbeabteilung von Lever die Lintas (Lever International Advertising Service). Pioniere im deutschen Markt waren damals Lintas, McCann Erickson, und J. Walter Thompson. Die 1924 von Max Burchartz und Johannes Canis gegr&uuml;ndete &quot;werbebau&quot; ist vom Bauhaus beeinflusst und die erste moderne Werbeagentur in Deutschland.</p> <p>Vierte Phase [Bearbeiten]</p> <p>1950 beginnt parallel zum sogenannten Wirtschaftswunder die vierte Gr&uuml;ndungswelle mit einem stetigen Wachstum bis 2001.</p> <p>F&uuml;nfte Phase [Bearbeiten]</p> <p>1990 beginnt mit dem Internet und unter St&auml;rkerer Beachtung des Dialog-Marketings der Aus- und Umbau der Werbeagentur zu Kommunikationskonzernen, die alle Disziplinen wie Werbung, Internet, Dialog, PR, Promotion unter einem Dach gleichwertig zu konzertieren versuchen.</p> <p>Gliederung des Agenturmarktes [Bearbeiten]</p> <p>Gro&szlig;agenturen und internationale Networks Mitarbeiter &gt; 100 Gross Income &gt; 10 Mio. &euro; Etatgr&ouml;&szlig;e: ca. 3 Mio. &euro; Anzahl Etats &gt; 30</p> <p>Mittelgro&szlig;e Agenturen Mitarbeiter 10-100 Gross Income 1-10 Mio. &euro; Etatgr&ouml;&szlig;e: &lt; 1 Mio. &euro; Anzahl Etats &gt; 15-50</p> <p>Kleine Agenturen Mitarbeiter &lt; 10 Gross Income &lt; 1 Mio. &euro; Etatgr&ouml;&szlig;e: ca. &lt; 0,4 Mio. &euro; Anzahl Etats &gt; 3-20</p> <p>Arten von Werbeagenturen [Bearbeiten]</p> <p>Die klassische Form der Werbeagentur bietet Leistungen rund um die so genannte klassische Werbung an. Damit sind Werbema&szlig;nahmen in den Massenmedien gemeint:</p> <p> * Presse (Anzeigen in Zeitungen, Zeitschriften)<br /> * Au&szlig;enwerbung (Plakate, Blow-Ups etc.)<br /> * Radio<br /> * Fernsehen<br /> * Kino</p> <p>Mittlerweile haben sich auch zahlreiche Agenturen herausgebildet, die spezielle Leistungen f&uuml;r spezielle Bereiche der Werbung anbieten:</p> <p> * Internet (E-Mail Promotion)<br /> * Event<br /> * Public Relations<br /> * Corporate-Design<br /> * Corporate Publishing<br /> * Promotion<br /> * Direktwerbung<br /> * Point-Of-Sale<br /> * Business-to-Business<br /> * Ambush Marketing</p> <p>Eine Werbeagentur, die das ganze Ma&szlig;nahmenspektrum anbietet, nennt sich Full Service Werbeagentur.</p> <p>Kunden / Akquise [Bearbeiten]</p> <p>Typische Kunden von Werbeagenturen sind Unternehmen, Gemeinn&uuml;tzige Unternehmen und Beh&ouml;rden.</p> <p>F&uuml;r den Agentursuchenden ist die Wahl schwer, da es keine wirklich validen Entscheidungskriterien gibt. Sie sollte sich in jedem Fall an einem genau festgelegten Anforderungsprofil orientieren.</p> <p>Agenturen zeigen ihr spezifisches Leistungsprofil im Rahmen von Wettbewerbsteilnahmen, Referenzprojekten oder speziellen Ausarbeitungen.</p> <p>F&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Etats lohnt sich ein vom Kunden veranstalteter Wettbewerb: um an Auftr&auml;ge zu kommen, pr&auml;sentieren Agenturen dem Kunden in aufw&auml;ndig vorbereiteten &bdquo;Pitches&ldquo; (Wettbewerbspr&auml;sentationen) ihre Vorschl&auml;ge f&uuml;r die Umsetzung des Kundenwunsches. Daf&uuml;r arbeiten die besten Leute der Agentur, oft ohne Kundenauftrag und Berechnung. Es geht dabei um ganze Werbeetats oder auch einzelne Kommunikationsma&szlig;nahmen.</p> <p>Werbeagenturen k&ouml;nnen einzelne Anzeigen oder ganze Werbekampagnen erstellen.</p> <p>Der Auftrag wird in Form eines Briefings mit dem Kunden abgesprochen.</p> <p>Agenturpersonal [Bearbeiten]</p> <p>Im Laufe der Zeit haben sich gewisse Standard-Strukturen herausgebildet, die in mehr oder weniger variierter Form in den meisten Agenturen zu finden sind.</p> <p>Allerdings sind, wie im gesamten Dienstleistungssektor, die unten aufgef&uuml;hrten Berufe in Reinform und mit immer den gleichen Aufgaben immer seltener zu finden. Der Trend geht in Werbeagenturen zur Akademisierung, obwohl auch Quereinsteiger Berufsm&ouml;glichkeiten haben.</p> <p>Kontakt / Beratung [Bearbeiten]</p> <p>Berater, auch Kontakter genannt, stellen das Bindeglied zwischen Kreation und Kunden dar. H&auml;ufig ein ausgesprochen heikler Job f&uuml;r &bdquo;Diplomaten&ldquo;, da Kreative und Kunden vorsichtig formuliert &bdquo;nicht immer&ldquo; die gleiche Sprache sprechen.</p> <p>H&auml;ufig &uuml;bernehmen Berater die strategische Konzeption f&uuml;r den Kunden.</p> <p>Das Aufgabengebiet des Kontakters umfasst nicht nur die rein beratetende T&auml;tigkeit, sondern auch Akquisition von Neukunden.</p> <p>Voraussetzung f&uuml;r diesen Beruf ist nicht immer ein Studium. Ein betriebswirtschaftliches Studium mit Schwerpunkt Marketing, Medien oder Kommunikation ist jedoch von Vorteil. Einen speziellen Studiengang oder Ausbildungsberuf gibt es nicht. Gelegentlich werden auch Werbekaufm&auml;nner/-frauen zum Kontakter ausgebildet, die dann als Trainee in einer Agentur anfangen k&ouml;nnen. Einstiegsgeh&auml;lter liegen je nach theoretischen und praktischen Vorkenntnissen zwischen 20.000 und 30.000 Euro pro Jahr.</p> <p>Strategische Planung / Konzeption [Bearbeiten]</p> <p>Strategische Planer bzw. Konzeptioner erstellen ein (meist schriftliches) Konzept f&uuml;r Kampagnen oder einzelne Kommunikationsma&szlig;nahmen. Diese wird z.B. in einer Pr&auml;sentation dem Kunden vorgestellt und vom Kunden freigegeben. Der Strategische Planer begleitet meist auch die Ausf&uuml;hrung des Konzepts durch die Kreation.</p> <p>siehe auch': Werbekonzept</p> <p>Kreation [Bearbeiten]</p> <p>Die Kreation bzw. Kreativabteilung konzipiert, gestaltet und produziert die Werbemittel f&uuml;r geplante Kommunikationsma&szlig;nahmen. Die Kreativabteilung wird geleitet von einem Creative Director, der f&uuml;r s&auml;mtliche kreative Arbeiten innerhalb der Abteilung die Verantwortung tr&auml;gt.</p> <p>Ihm unterstehen die Art Directoren, Grafiker, Reinzeichner und Werbetexter. Art Director und Werbetexter|Texter arbeiten meist in einem Team. Den Art Directoren unterstehen wiederum die Grafiker und Reinzeichner.</p> <p>Der Art Director ist f&uuml;r die komplette grafische Umsetzung verantwortlich von der Fotografenauswahl bis zur Druckabnahme.</p> <p>Weitere Berufe [Bearbeiten]</p> <p>In kleineren Agenturen arbeiten Kontakter und Texter/Grafiker teilweise in Personalunion. In gr&ouml;&szlig;eren Agenturen kommt es zu extremen Spezialisierungen.</p> <p>Viele Mitarbeiter arbeiten freiberuflich (&quot;Freelancer&quot;) und werden je nach Bedarf engagiert, z.B. Produktioner, Illustratoren, Photographen, PR-Manager.</p> <p>Organisationsformen [Bearbeiten]</p> <p>In Deutschland gibt es zur Zeit 12.000 Werbeagenturen. Davon sind nur ca. 3.000 im Handelsregister eingetragen. Jeder Gewerbetreibende kann sich &quot;Werbeagentur&quot; nennen, denn diese Bezeichnung ist kein gesch&uuml;tzter Begriff.</p> <p>Die Rangliste nach Gross-Income der 50 gr&ouml;&szlig;ten inhabergef&uuml;hrten Werbeagenturen wird j&auml;hrlich von den Zeitschriften HORIZONT, Werben &amp; Verkaufen (w&amp;v) und des GWA erstellt.</p> <p>Werbeagenturen treten als Einzelagenturen oder als so genannte Agentur-Netze, also Firmen mit vielen &bdquo;Filialen&ldquo; auf. Sonderf&auml;lle sind die so genannten Hausagenturen gro&szlig;er Firmen. (Bsp.: Unilever - Lintas (nicht mehr existent))</p> <p>Die klassische Werbeagentur ist die inhabergef&uuml;hrte, bei der der Eigent&uuml;mer zugleich Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer ist. In der Regel gibt es mehrere Inhaber. Daher auch die h&auml;ufige Namensgebung nach dem Muster &bdquo;Maier &amp; M&uuml;ller&ldquo;.</p> <p>Ein Hauptproblem der Agenturen ist es, die kreativsten Mitarbeiter dauerhaft zu binden. Bei der ungew&ouml;hnlich kurzen durchschnittlichen Verweildauer von unter zwei Jahren gelingt dies meist nur dadurch, dass man sie an der Agentur beteiligt. Daher dann die ebenfalls h&auml;ufig anzutreffende Form &bdquo;Maier, M&uuml;ller &amp; Partner&ldquo;.</p> <p>Aus einigen Einzelagenturen haben sich regelrechte Werbeimperien entwickelt. Ber&uuml;hmtestes Beispiel daf&uuml;r ist vielleicht Ogilvy &amp; Mather. Ab einer bestimmten Gr&ouml;&szlig;e ist wie bei anderen Firmen eine gewisse Tendenz zum Wachstum durch Fusion zu beobachten.</p> <p>Die gr&ouml;&szlig;ten Werbeholdings der Welt sind derzeit Omnicom Group, Inc., New York und WPP, UK. So lenkt Omnicom z.B. &uuml;ber 1000 Werbeagenturen in mehr als 100 L&auml;ndern, die 1997 Werbung f&uuml;r &uuml;ber 22 Mrd Dollar produzierten. Unter ihnen sind z.B. BBDO, DDB und TBWA.</p> <p>Weblinks [Bearbeiten]</p> <p> * http://www.gpra.de - GPRA - Gesellschaft Public Relations Agenturen Deutschland<br /> * http://www.wfanet.org/ World Federation of Advertisers<br /> * http://www.kommunikationsverband.de Interessenverband der Kommunikationswirtschaft<br /> * http://www.bsw.ch BSW leading swiss agencies(vormals Bund Schweizer Werbeagenturen)</p> <p>Siehe auch [Bearbeiten]</p> <p>Reklame, Werbekonzept, Werbung, &Ouml;ffentlichkeitsarbeit, Public Relations, Corporate Identity, Designagentur, ADC, Internetagentur</p> <h1>&nbsp;</h1> <p>Corporate Identity<br /> aus Wikipedia, der freien Enzyklop&auml;die<br /> Wechseln zu: Navigation, Suche</p> <p>Die Corporate Identity (CI), auch Unternehmensidentit&auml;t, ist die &bdquo;Pers&ouml;nlichkeit&ldquo; bzw. der &bdquo;Charakter&ldquo; einer Organisation, das als einheitlicher Akteur - mit quasi menschlichen Eigenschaften - handelt und wahrgenommen wird.</p> <p>Die Corporate Identity / Firmenpers&ouml;nlichkeit repr&auml;sentiert die Gesamtheit der Charakteristika eines Unternehmens. Das Konzept der &quot;CI&quot; beruht auf der Idee, dass Unternehmen wie Pers&ouml;nlichkeiten wahrgenommen werden und &auml;hnlich wie solche handeln k&ouml;nnen. Insofern wird Unternehmen eine quasi menschliche &bdquo;Pers&ouml;nlichkeit&ldquo; zugesprochen - bzw. es wird als Aufgabe der Unternehmenskommunikation angesehen, Unternehmen zu einer solchen Identit&auml;t zu verhelfen. Die Identit&auml;t einer Person ergibt sich f&uuml;r den Beobachter normalerweise aus der optischen Erscheinung sowie der Art und Weise zu sprechen und zu handeln. Betrachtet man ein Unternehmen als einen quasi personalen Akteur, so l&auml;sst sich seine Identit&auml;t mit einer Strategie konsistenten Handelns, Kommunizierens und visuellen Auftretens vermitteln. Falls alles zueinander passt und die komplement&auml;ren Teile ein einheitliches Ganzes ergeben, entsteht eine stabile Wahrnehmung eines Akteurs mit einem spezifischen Charakter, die Corporate Identity. Typischerweise umfasst die CI die Unternehmensphilosophie, das Leitbild, die Begrifflichkeiten, die Handlungsrichtlinien, den Namen, das Logo, weitere visuelle Zeichen, ggf. akustische Zeichen sowie alle weiteren Unterscheidungs- und Alleinstellungsmerkmale und insbesondere - sofern vorhanden - das besondere Versprechen des Unternehmens als Marke.<br /> Inhaltsverzeichnis<br /> [Verbergen]</p> <p> * 1 Bereiche<br /> * 2 Literatur<br /> * 3 Siehe auch<br /> * 4 Weblinks</p> <p>Bereiche [Bearbeiten]</p> <p>Klassischer Weise sieht man die Corporate Identity als aus den drei Unterbereichen:</p> <p> * Unter dem Corporate Design (CD), wird zun&auml;chst nur die visuelle Identit&auml;t verstanden.</p> <p>Es ist die Grundlage einer Kommunikationsstrategie, deren Ma&szlig;nahmen zur Gestaltung des Erscheinungsbildes die Corporate-Identity-Politik unterst&uuml;tzen. Corporate Design findet Anwendung bei Gestaltung von Zeichen, Arbeitskleidung (Uniformen), Formularen, Architektur der Betriebsgeb&auml;ude, Farbgebung usw. Das CD wird dabei zunehmend durch weitere sinnlich affektiv wahrnehmbare Merkmale wie z.B. den akustischen Auftritt (Audio-Branding) erg&auml;nzt. CD w&auml;re somit der sinnlich wahrnehmbare Gesamtauftritt.</p> <p> * Die Corporate Communication (CC), umfasst die gesamte Unternehmenskommunikation - und zwar sowohl nach innen wie nach au&szlig;en.</p> <p>Dadurch wird das einheitliche Erscheinungsbild vermittelt und das damit verbundene Image verst&auml;rkt. Corporate Communications findet Anwendung bei Werbema&szlig;nahmen (Plakate, Anzeigen, Werbebotschaften, TV-Spots usw.), aber auch bei unternehmensinterner Kommunikation (z.B. Mitteilungen an Mitarbeiter, Betriebszeitungen).</p> <p> * Zum Corporate Behaviour (CB), als Unternehmenskultur geh&ouml;ren das Verhalten der Mitarbeiter untereinander, gegen&uuml;ber Kunden sowie zu Lieferanten, Partnern und der &Ouml;ffentlichkeit.</p> <p>Corporate Behavior zeigt sich u.a. in der Mitarbeiterf&uuml;hrung, im Umgangston, in der Kritikf&auml;higkeit.</p> <p>In der Praxis sind die drei Bereiche nicht scharf voneinander zu trennen, da sich mannigfaltige &Uuml;berschneidungen ergeben.</p> <p> * Corporate Sound (auch Sound Branding, Audio Branding, Akustische Markenf&uuml;hrung oder Acoustic Branding) ist ein strukturierter Prozess, in dem &quot;das Auditive&quot; ein Teil der Marke und ihrer Markenidentit&auml;t wird.</p> <p>Corporate Sound umfasst alle akustischen Aktivit&auml;ten einer Marke, die das Ziel haben, das eigene Angebot aus der Masse gleichartiger Angebote hervorzuheben, um eine eindeutige Zuordnung von Angeboten zu einer bestimmten Marke zu f&ouml;rdern. Damit ist sie ein akustischer Weg, eine emotionale Bindung an ein Unternehmen bzw. ein Produkt aufzubauen. Zudem kann damit das Image tiefer im Bewusstsein der Verbraucher verankert werden als mit herk&ouml;mmlichen Werbemitteln. Somit tr&auml;gt diese Art der Markenf&uuml;hrung zur Wiedererkennung bei.<br /> </p> <p>Weitere wichtige konstitutive Faktoren f&uuml;r die Corporate Identity sind die Unternehmensgeschichte, seine Organisationsstrukturen und sein Leitbild (Ziele und Selbstverst&auml;ndnis). In der Umgangssprache wird - f&auml;lschlicher Weise - h&auml;ufig von CI gesprochen, wenn eigentlich nur das CD gemeint ist.</p> <p>Die zu Grunde liegende Idee des Unternehmens als Pers&ouml;nlichkeit korrespondiert mit der politischen Akteurstheorie.</p> <p>Literatur [Bearbeiten]</p> <p> * Herbst, Dieter (2003): Corporate Identity. Cornelsen, ISBN 3-464-49056-4.<br /> * Kroehl, Heinz (2000): CI 21, Corporate Identity als Erfolgskonzept im 21. Jahrhundert. Vahlen, ISBN 3-8006-2485-0.<br /> * Paulmann, Robert (2005): double loop. Basiswissen Corporate Identity. Hermann Schmidt Verlag, Mainz, ISBN 3-87439-660-6.<br /> * Birkigt, Klaus/ Stadler, Marinus M./ Funck, Hans J. (2002): Corporate Identity. Moderne Industrie, Landsberg/Lech, ISBN 3-478-25540-6.<br /> * Regenthal, Gerhard (2003): Ganzheitliche Corporate Identity. Gabler, Wiesbaden, ISBN 3-409-12079-3.<br /> * Keller, Ingrid G. (1993): Das CI-Dilemma. Gabler, Wiesbaden, ISBN 3-409-28706-X.<br /> * Schmidt, Klaus: &quot;Inclusive Branding&quot;. Luchterhand, M&uuml;nchen 2003</p> <p>Siehe auch [Bearbeiten]</p> <p> * Corporate Books sind B&uuml;cher von Firmen zu Marketing- oder PR-Zwecken.<br /> * Corporate Publishing<br /> * Die Firmenhymne ist vor allem in Japan Teil der Corporate Identity.<br /> * Die Erstellung einer Corporate Identity f&uuml;r einen Staat, eine Region oder einen Ort nennt man Place Brand.<br /> * Korpsgeist<br /> * Nation Branding<br /> * Otl Aicher (Entwurf von Erscheinungsbildern von Firmen)<br /> * Place Branding</p> <p>Weblinks [Bearbeiten]</p> <p> * Corporate Identity Portal (Deutsch)<br /> * Corporate Identity Documentation (English)<br /> * A Website about Corporate Identity (English)<br /> * Corporate Identity f&uuml;r einen Staat: San Marino als Marke<br /> </p> <p>&Ouml;ffentlichkeitsarbeit<br /> aus Wikipedia, der freien Enzyklop&auml;die<br /> (Weitergeleitet von Public Relations)<br /> Wechseln zu: Navigation, Suche</p> <p>&Ouml;ffentlichkeitsarbeit, oder auch Public Relations [&#716;p&#652;bl&#618;k r&#618;&#712;le&#618;&#643;&#601;nz] (PR), bezeichnet dreierlei:</p> <p> * einen weit gefassten Begriff f&uuml;r das Management der Kommunikation von Organisationen,<br /> * ein in einem Prozess zunehmender Professionalisierung begriffenes Berufsfeld,<br /> * als soziales Ph&auml;nomen den Gegenstand einer Wissenschaft, die sich im Spannungsfeld von Kommunikations- und Wirtschaftswissenschaft sowie Psychologie und Soziologie ausdifferenziert.</p> <p>Inhaltsverzeichnis<br /> [Verbergen]</p> <p> * 1 Begriff<br /> * 2 Geschichte<br /> * 3 Grobe Periodisierung<br /> o 3.1 Vorgeschichte der PR<br /> o 3.2 Geburt von PR im heutigen Sinne<br /> o 3.3 PR im 20. Jahrhundert in den USA (nach Cutlip)<br /> o 3.4 PR in Deutschland seit Mitte des 19. Jahrhunderts (nach Bentele)<br /> * 4 Berufsfeld<br /> o 4.1 Public Relations in der Praxis<br /> o 4.2 Herausragende Personen<br /> o 4.3 Public Relations Agenturen<br /> * 5 Wissenschaft<br /> * 6 Siehe auch<br /> * 7 Literatur<br /> * 8 Weblinks</p> <p>Begriff [Bearbeiten]</p> <p>Der Begriff Public Relations wurde in den USA zuerst 1882 verwendet, die deutsche Entsprechung &Ouml;ffentlichkeitsarbeit 1917. Eine m&ouml;gliche Definition findet sich bei Carl Hundhausen in seinem Artikel in der Zeitschrift Die deutsche Werbung aus dem Jahre 1937: Public Relations ist die Kunst, durch das gesprochene oder gedruckte Wort, durch Handlungen oder durch sichtbare Symbole f&uuml;r die eigene Firma, deren Produkt oder Dienstleistung eine g&uuml;nstige &ouml;ffentliche Meinung zu schaffen. PR grenzt sich begrifflich zum einen von Propaganda und Werbung als davon unterscheidbare Typen &ouml;ffentlicher Kommunikation, zum anderen auf makrosozialer Ebene von Marketing und Journalismus als verwandten Subsystemen in Wirtschaft und Publizistik, mit denen PR in wechselseitigen Austauschverh&auml;ltnissen stehen, ab. Unter dem Schlagwort &bdquo;Determinationshypothese vs. Intereffikationsansatz&ldquo; fand in den 1990er Jahren eine ausf&uuml;hrliche Besch&auml;ftigung mit dem Verh&auml;ltnis von PR und Journalismus statt; 1992 ermittelte eine Studie von Rolke ein Verh&auml;ltnis von Selbstdarstellung zu Fremdbeobachtung in der Medienresonanz mit ca. 70:30 als normal.</p> <p>Public Relations, bzw. die von einigen Autoren synonym gebrauchten Begriffe &Ouml;ffentlichkeitsarbeit, Organisationskommunikation, Kommunikationsmanagement, stehen mikrosozial betrachtet f&uuml;r denjenigen Typ &ouml;ffentlicher Kommunikation, der f&uuml;r eine Organisation Funktionen wie Information, Kommunikation und Persuasion erf&uuml;llt und besonders auf langfristige Ziele wie Aufbau, Erhaltung und Gestaltung konsistenter Images und somit von Vertrauen abzielt, an einem Konsens mit den Teil&ouml;ffentlichkeiten in der Umwelt der Organisation interessiert ist und so auch im Fall von Konflikten glaubw&uuml;rdiges Handeln der Organisation erm&ouml;glichen soll. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den Bezugsgruppen der Organisation zuteil, also etwa Bewohnern, B&uuml;rgern, B&uuml;rgerinitiativen, dem Gesetzgeber, Kapitalgebern, Kunden, Lieferanten, Medien, Mitarbeitern, usw.</p> <p>Die in neuerer Zeit etwa von Michael Kunczik wieder gebrauchte Synonymsetzung von PR und Propaganda wird vor allem im wiedervereinigten Deutschland problematisch gesehen. Es fand n&auml;mlich eine Verschiebung der Bedeutung von Propaganda vom urspr&uuml;nglich wertneutralen Verbreiten von &Uuml;berzeugungen weg statt. Besonders die nationalsozialistische und die SED-Diktatur betrieben Propaganda als eine einseitige Darstellung eines ideologisch verzerrten Weltbilds im Verbund mit einer Herrschaftsform, welche andersartige Darstellungen marginalisierte, tabuisierte bzw. unter Strafe verbot. PR fand auch in diesen Systemen statt, war jedoch durch die Dominanz der Propaganda im Ausma&szlig; und Umfang erheblich eingeschr&auml;nkt und musste sich eines angepassten Kommunikationsstils bedienen.</p> <p>Instrumente des Pressesprechers oder des Spin Doctors sind z.B. Pressekonferenz, Presseerkl&auml;rung, aber auch Kampagnen und Inszenierungen. Ziel ist die Einflussnahme auf das Image des Auftraggebers in der &Ouml;ffentlichkeit. Insbesondere gewinnt in Deutschland Lobby-Politik eines Unternehmens in der Politik immer gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung als besondere Form von &Ouml;ffentlichkeitsarbeit. Diese erf&auml;hrt naturgem&auml;&szlig; weniger mediale Aufmerksamkeit, besitzt jedoch wesentlichere Auswirkungen, so dass teilweise Gesetzesentw&uuml;rfe in PR-Abteilungen von Unternehmen verfasst werden.</p> <p>Geschichte [Bearbeiten]</p> <p>Diese wurden im Zuge der Ausdifferenzierung der Gesellschaft sowie zunehmender r&auml;umlicher Entgrenzung von Organisationen notwendig, haben berufsgeschichtlich vor allem mit dem Journalismus gemeinsame Wurzeln und wuchsen gemeinsam mit diesem in Folge der Herausbildung von Massenmedien erheblich in Umfang und Komplexit&auml;t. Dass bestimmte Handlungen, die zum typischen R&uuml;stzeug der PR geh&ouml;ren, eine deutlich l&auml;nger als in die Mitte des 19. Jahrhunderts zur&uuml;ckreichende Tradition haben, bleibt hiervon unber&uuml;hrt.</p> <p>Der Forschungsstand erm&ouml;glicht derzeit vor allem einen Vergleich der Geschichte der PR in den USA und in Deutschland. W&auml;hrend die Entwicklungen und Herausforderungen an Organisationen im Bezug auf Massenmedien und Wachstum vergleichbar waren, nahmen unterschiedliche Denktraditionen und soziokulturelle Entwicklungen, besonders hervorzuheben sind die beiden Diktaturen des 20. Jahrhunderts in Deutschland, erheblichen Einfluss auf die Entwicklungslinien der konkret herausgebildeten PR-Systeme. Der Umstand einer sehr sp&auml;t erfolgten Herausbildung von Standesorganisationen in Deutschland und die Dominanz US-amerikanischer PR-Agenturen auf dem Markt legte den u.a. von Binder (1983) und Kunczik (1997) -- besonders auf dem Gebiet staatlicher, aber auch auf dem Gebiet wirtschaftlicher &Ouml;ffentlichkeitsarbeit -- widerlegten Schluss nahe, dass PR nach dem Zweiten Weltkrieg aus den USA nach Deutschland quasi &bdquo;importiert&ldquo; worden seien.</p> <p>Grobe Periodisierung [Bearbeiten]</p> <p>Periodisierungen der Geschichte der PR liegen z.B. vor von G&uuml;nter Bentele, Edward Bernays, Binder, Cutlip, Grunig, Kordes/Pollmann, Franz Ronneberger, Albert Oeckl, und anderen. L&auml;ngs der Entwicklung eines Strukturwandels der &Ouml;ffentlichkeit (J&uuml;rgen Habermas) lassen sich grundlegende Str&ouml;mungen zwar supranational nachvollziehen, die Ausdifferenzierung der PR in den jeweiligen Gesellschaften l&auml;sst sich jedoch aufgrund erheblicher soziohistorischer Differenzen mit gr&ouml;&szlig;erem Gewinn auf nationaler Ebene beschreiben.</p> <p> * um 1800 v.Chr. in Mesopotamien erste landwirtschaftliche Informationsbrosch&uuml;ren<br /> * im antiken Griechenland und Rom: Gedanken &uuml;ber die Relevanz der &ouml;ffentlichen Meinung. Das Streben nach Ruhm wird heute teils als eine Anwendung von Impression Management verstanden.</p> <p>Vorgeschichte der PR [Bearbeiten]</p> <p> * 1622: Gr&uuml;ndung der Congregatio de propaganda fide durch Papst Gregor XV.<br /> * 1641: New England's First Fruits in London ver&ouml;ffentlicht, die laut Cutlip erste PR-Brosch&uuml;re (mit dem Ziel &bdquo;fund raising&ldquo;)<br /> * 18. Jhdt.: Die Arbeit der Revolution&auml;re im amerikanischen Unabh&auml;ngigkeitskrieg tr&auml;gt PR-praktische Handschrift.</p> <p>Geburt von PR im heutigen Sinne [Bearbeiten]</p> <p> * 1848 (Deutschland): Gr&uuml;ndung des &quot;Ministerialzeitungsb&uuml;ros&quot; f&uuml;r staatliche &Ouml;ffentlichkeitsarbeit (ab 1851 &quot;Zentralstelle f&uuml;r Presseangelegenheiten&quot;)<br /> * Mitte 19. Jhdt. (USA): Presseagenten insbesondere f&uuml;r die Eisenbahn und &bdquo;Zirkus&ldquo;, wie z.B. das American Museum von P.T. Barnum<br /> * 1851: Krupp l&auml;sst auf der Weltausstellung einen gro&szlig;en Stahlblock pr&auml;sentieren (gerne kolportiert als das erste PR-Event)</p> <p>PR im 20. Jahrhundert in den USA (nach Cutlip) [Bearbeiten]</p> <p> * bis 1917: Aufkommen von PR (seedbed era) als defensive Informationst&auml;tigkeit von Unternehmen gegen&uuml;ber investigativen Journalisten (muckrakers) und f&uuml;r weitreichende politische Reformen unter Theodore Roosevelt und Woodrow Wilson.<br /> * 1917-1919: Einsatz von PR in der Zeit des Ersten Weltkriegs, (creel committee) um die Bereitschaft f&uuml;r Kriegsanleihen, Spenden und in den Krieg zu ziehen zu steigern.<br /> * in den Goldenen 20ern: Gr&uuml;nderjahre des Berufsfelds und Boom von PR f&uuml;r wirtschaftliche, politische und soziale Zwecke.<br /> * 1930-1945: In der Zeit nach der Wirtschaftskrise und dem Zweiter Weltkrieg dominiert die Entwicklung politischer und staatlicher &Ouml;ffentlichkeitsarbeit unter Franklin D. Roosevelt und Louis McHenry Howe.<br /> * 1945-1965: in der Nachkriegszeit bildet sich ein breites Berufsfeld heraus.<br /> * ab 1965: Globalisierung und Informationsgesellschaft: Mit der exponentiellen Steigerung der Kommunikationsm&ouml;glichkeiten steigt auch der Bedarf an Kommunikationsmanagement rapide an.</p> <p>PR in Deutschland seit Mitte des 19. Jahrhunderts (nach Bentele) [Bearbeiten]</p> <p> * bis 1918: Erste Presseabteilung und schlie&szlig;lich Kriegs-PR, der Beruf entsteht.<br /> * 1918-1933: Pressearbeit wird in Wirtschaft, Politik und Kommunen selbstverst&auml;ndlich.<br /> * 1933-1945: In der NS-Zeit steht Pressearbeit unter gro&szlig;em Einfluss bzw. Vorbehalt der politischen Propaganda.<br /> * 1945-1958: In der BRD setzt nach der Kapitulation eine Entdeckung von PR nach amerikanischem Vorbild als etwas Neues ein, das sich rasch zu einem Berufsfeld entwickelt.<br /> * 1958-1985: Nach der Gr&uuml;ndung des Berufsverbands in der BRD w&auml;chst die Branche im Umfang und entwickelt berufspraktische Ausbildungswege. In der DDR bildet sich ein Typ sozialistischer &Ouml;ffentlichkeitsarbeit heraus.<br /> * seit 1985: Wachstum bei den PR-Agenturen und Akademisierung des Berufs.</p> <p>Berufsfeld [Bearbeiten]</p> <p>Public Relations in der Praxis [Bearbeiten]</p> <p>Die grunds&auml;tzliche Aufgabe der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit/Public Relations ist es, den Kontakt zwischen einem Auftrag- oder Arbeitgeber und einer definierten Zielgruppe herzustellen, zu festigen oder auszubauen. Die Kommunikation zwischen Auftrag- oder Arbeitgeber und Zielgruppe soll dann in Gang gesetzt und gesteuert werden. Hierzu stehen eine Reihe von Kommunikationsinstrumenten zur Verf&uuml;gung, u.a. sind dies:</p> <p>Pressearbeit: Schreiben und Verbreiten von Pressemitteilungen, Themenbeitr&auml;gen, Anwenderberichten, Reden, Biografien, Unternehmensbackgrounder, Themenplanung, Themenmanagement, Organisation von Pressekonferenzen, Roundtable, Redaktionsbesuchen mit Kunden, Beantworten von Presseanfragen, Durchf&uuml;hrung von Journalistenreisen, Interviews, Internetbetreuung</p> <p>Medienbeobachtung: Beobachtung der Medienpr&auml;senz des Auftrag- oder Arbeitgebers und Auswertung und Analyse der Berichterstattung</p> <p>Mediengestaltung: Erstellen von Gesch&auml;ftsberichten, Brosch&uuml;ren, Flyern, Anzeigen, Newslettern, Verbraucherzeitschriften, Internet-Seiten, Advertorials etc.</p> <p>Veranstaltungsorganisation: Planung und Durchf&uuml;hrung von Konferenzen, Seminaren, Festen, Verbraucherveranstaltungen, Messen und sonstigen Events</p> <p>Interne Kommunikation: Erarbeitung von Mitarbeiterzeitschriften, Planung und Durchf&uuml;hrung von Veranstaltungen f&uuml;r Mitarbeiter, Schulung von Mitarbeitern, Intranetbetreuung</p> <p>Training: Medientraining, Fortbildungen, Schreibtraining etc.</p> <p>Sponsoring: Treffen von leistungsgebundenen Vereinbarungen in den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Umwelt und Wissenschaft</p> <p>Sonstige Aktionen: Organisation von Gewinnspielen und Wettbewerben, Betreuung von Info-Mobilen und Messest&auml;nden</p> <p>Die zentralen Aufgaben von &Ouml;ffentlichkeitsarbeit/Public Relations werden im Berufsbild der Deutschen Public Relations Gesellschaft e.V. in der Formel AKTION zusammengefasst:</p> <p>Analyse, Strategie, Konzeption Erstellen von Situations- und Meinungsanalysen sowie St&auml;rken-/Schw&auml;chen-Profilen, Definition von Zielen, Entwicklung von Strategien und Konzeptionen zum Erreichen der gesetzten Ziele</p> <p>Kontakt, Beratung, Verhandlung Konstruktiver Dialog mit dem Vorgesetzten bzw. dem Kunden, Verhandlungen mit Dienstleistern, Gespr&auml;che und Diskussionen mit Vertretern gesellschaftlich relevanter Gruppen wie beispielsweise Politikern und Journalisten</p> <p>Text und kreative Gestaltung Aufbereitung und Gestaltung von Informationen beispielsweise in Form von Pressemitteilungen, Brosch&uuml;ren oder Internet-Seiten</p> <p>Implementierung Entscheidungen treffen, Ma&szlig;nahmen planen, Kosten kalkulieren, Zeitpl&auml;ne erstellen</p> <p>Operative Umsetzung Durchf&uuml;hrung von Veranstaltungen und Projekten jeglicher Art, aktive Pressearbeit, Versand von Mailings, etc.</p> <p>Nacharbeit, Evaluation Kontrolle des Erfolgs der Ma&szlig;nahmen, Analyse von Effektivit&auml;t und Effizienz, Durchf&uuml;hrung von Korrekturen</p> <p>Die Nachfrage nach Expertinnen und Experten in der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit/ Public Relations steigt auch in den letzten Jahren kontinuierlich, nicht zuletzt weil sich die Gesellschaft fortschreitend ausdifferenziert und in allen Bereichen (Organisationen, Institutionen, Parteien, Verb&auml;nden, Unternehmen, etc.) effiziente Kommunikationsstrukturen als ma&szlig;geblich betrachtet werden. In Deutschland sind ca. 30.000-50.000 Personen (Stand: 2004, Quelle Deutsche Public Relations Gesellschaft e.V.) in der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit/ Public Relations t&auml;tig, vorwiegend in Organisationen, Unternehmen, in Agenturen oder als selbst&auml;ndige/r PR-Berater/in, sowie in Ausbildung, Forschung und Lehre. Die immense Spannbreite bei den Sch&auml;tzungen zur Gr&ouml;&szlig;e der deutschen PR-Branche (Roettger kommt in ihrer Studie zum Berufsfeld im Jahr 2000 gar nur auf ca. 20.000 PR-Besch&auml;ftigte) ergeben sich vor allem aus den unscharfen R&auml;ndern des Berufsfeldes, die eine Abgrenzung den Bereichen wie dem Journalismus oder dem Marketing erschweren.</p> <p>In Deutschland sind rund 2200, &uuml;berwiegend sehr kleine PR-Beratungsunternehmen, sch&auml;tzt das statistische Bundesamt. (Die gr&ouml;&szlig;te (Pleon Kohtes Klewes) hat 465 Mitarbeiter, die Nummer zehn nur 60 - &auml;hnlich viele haben gro&szlig;e Dax-30-Unternehmen.)</p> <p>Voraussetzungen f&uuml;r professionelle &Ouml;ffentlichkeitsarbeit sind auf der Basis einer breiten Allgemeinbildung und pers&ouml;nlicher Eignung eine berufliche Qualifizierung. Selbst&auml;ndige beratende und leitende T&auml;tigkeiten in der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit/ Public Relations setzen in der Regel ein erfolgreich absolviertes Hochschulstudium als Basis weiterer beruflicher Spezialisierung voraus. &Ouml;ffentlichkeitsarbeit/ Public Relations ist ein arbeitsteiliger Prozess; Teamf&auml;higkeit und Teamarbeit sind daher n&ouml;tig; Generalisten und Spezialisten erg&auml;nzen einander.</p> <p>Herausragende Personen [Bearbeiten]</p> <p> * Phineas T. Barnum gilt im 19. Jahrhundert als prototypischer Anwender des Aufmerksamkeitsgedankens (publicity).<br /> * Barbara Baerns war erste Professorin f&uuml;r &Ouml;ffentlichkeitsarbeit in Deutschland (1989 an der Freien Universit&auml;t Berlin), Forschungen zur Determinationsthese.<br /> * G&uuml;nter Bentele Lehrstuhlinhaber f&uuml;r Public Relations an der Universit&auml;t Leipzig.<br /> * Edward L. Bernays schrieb 1924 das erste Buch &uuml;ber PR und hatte als Ergebnis seiner lebenslangen theoretischen und praktischen T&auml;tigkeit Vorbildwirkung besonders auch f&uuml;r die deutschen PR.<br /> * Carl Hundhausen f&uuml;hrte in der Nachkriegszeit den Begriff PR in Deutschland einer breiteren praktischen und theoretischen &Ouml;ffentlichkeit zu.<br /> * Ivy Ledbetter Lee stellte 1906 (declaration of principles) seine Arbeit als Presseagent unter das Motto der &ouml;ffentlichen Informationst&auml;tigkeit.<br /> * Franz Ronneberger war neben Oeckl und Hundhausen einer der f&uuml;hrenden PR-Theoretiker Deutschlands. Er versuchte v.a. in den 70ern und 80ern PR-Arbeit aus theoretischen Blickwinkeln zu erkl&auml;ren und legte dabei besonderes Augenmerk auf die Analyse der wechselseitigen Beziehungen zwischen Gesellschaft, &ouml;ffentlicher Meinung und Public-Relations-Arbeit, aus dem das Politisch-Gesellschaftliche Modell der PR entstand. Siehe auch: Sozialisation durch Massenkommunikation<br /> * Albert Oeckl gilt als Nestor der PR in Deutschland, war umfangreich theoretisch und praktisch t&auml;tig und stand &uuml;ber Jahrzehnte hinweg an der Spitze zuerst der DPRG, dann der IPRA.<br /> * Arthur Page begleitete ab 1927 als Vizepr&auml;sident den Aufstieg von AT&amp;T mit wissenschaftlich und ethisch fundierter PR.<br /> * Ludwig Roselius war nicht nur Theoretiker, sondern machte auch Kaffee HAG zu einem der ersten internationalen Markenartikel.<br /> * Moritz Hunzinger ber&auml;t Politiker und vermittelt Kontakte zur Wirtschaft. Er gilt aufgrund verschiedener Skandale und Verstrickungen als das Enfant terrible der deutschen PR. PR-Wissenschaftler und -praktiker bestreiten, dass die Aktivit&auml;ten von Hunzinger tats&auml;chlich dem Bereich PR zufallen.</p> <p>Public Relations Agenturen [Bearbeiten]</p> <p>Public Relations Agenturen in Wikipedia siehe hier.</p> <p>Wissenschaft [Bearbeiten]</p> <p>Die wissenschaftliche Beschreibung von PR verwendet zur Beschreibung und Erkl&auml;rung oft kommunikationswissenschaftlicher und systemtheoretische Ans&auml;tze, unter anderem folgende:</p> <p> * 4-Typen-Modell (Grunig)<br /> * Determinationsthese (Baerns) und Intereffikationsansatz (Bentele / Liebert / Seeling)<br /> * PR-Arbeit als Organisationsfunktion (Szyszka)<br /> * PR = Konstruktion w&uuml;nschenswerter Wirklichkeiten (Merten)<br /> * PR = Interaktion in Gesellschaft (Faulstich)<br /> * Situative Theorie der Teil&ouml;ffentlichkeiten (Grunig)<br /> * Systemtheoretischer Ansatz (Ronneberger / R&uuml;hl)<br /> * Theorie &ouml;ffentlichen Vertrauens (Bentele)<br /> * Verst&auml;ndigungsorientierte &Ouml;ffentlichkeitsarbeit (Burkart)<br /> * Win-Win-Modell exzellenter PR (Grunig)<br /> * Vernetzte Kommunikation (Bogner)</p> <p>In Deutschland existiert seit 1989 an der Freien Universit&auml;t Berlin (FU Berlin) ein Universit&auml;tslehrstuhl f&uuml;r &Ouml;ffentlichkeitsarbeit. Dieser war bis 2004 mit Barbara Baerns besetzt, 2006 folgte ihr Juliana Raupp nach. An der FU Berlin kann im Rahmen des Studiums der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft &Ouml;ffentlichkeitsarbeit als Studienschwerpunkt gew&auml;hlt werden, au&szlig;erdem gibt es noch den postgradualen Studiengang &bdquo;European Master&rsquo;s Degree in Public Relations (Communication Management)&ldquo;.<br /> Die Universit&auml;t Leipzig hat 1994 einen Universit&auml;tslehrstuhl f&uuml;r &Ouml;ffentlichkeitsarbeit/PR eingerichtet, der mit G&uuml;nter Bentele besetzt ist. Ebenfalls an der Universit&auml;t Leipzig ist seit 2002 der erste eigenst&auml;ndige universit&auml;re PR-Studiengang in Deutschland beheimatet. Er wird jedoch zum Wintersemester 2006/2007 durch einen neuen Studiengang Kommunikations- und Medienwissenschaft ersetzt. K&uuml;nftig kann hier &Ouml;ffentlichkeitsarbeit als Studienschwerpunkt gew&auml;hlt werden.</p> <p>Siehe auch [Bearbeiten]</p> <p> * Lobbyismus<br /> * Denkfabrik<br /> * Online-PR<br /> * Agenda Setting<br /> * Issue Management<br /> * Spin Doctor<br /> * Greenwashing</p> <p>Literatur [Bearbeiten]</p> <p> * Siegfried Aberle/Andreas Baumert: &Ouml;ffentlichkeitsarbeit. Deutscher Taschenbuch Verlag, M&uuml;nchen 2002, ISBN 3-423-50857-4<br /> * Armbrecht / Zabel: Normative Aspekte der Public Relations. Opladen, 1994.<br /> * Avenarius: Public Relations. Die Grundform der gesellschaftlichen Kommunikation. Darmstadt, 2000.<br /> * Bentele / Brosius / Jarren: &Ouml;ffentliche Kommunikation. Opladen, 2003.<br /> * Bentele / Fr&ouml;hlich / Szyszka (Hrsg.): Handbuch der Public Relations. Wiesbaden, 2005<br /> * Cutlip / Center / Broom: Effective public relations. 1994.<br /> * Dagger / Greiner / Leinert / Meliss / Menzel: Politikberatung in Deutschland . Praxis und Perspektiven, Wiesbaden 2004<br /> * Dorer / Lojka: &Ouml;ffentlichkeitsarbeit. Wien, 1991.<br /> * Falkenberg, Viola: Im Dschungel der Gesetze. Leitfaden Presse- und &Ouml;ffentlichkeitsarbeit. Bremen 2004.<br /> * Faulstich: Grundwissen &Ouml;ffentlichkeitsarbeit. M&uuml;nchen, 2001.<br /> * Grunig / Hunt: Managing Public Relations. 1984.<br /> * Grunig / Grunig / Dozier: Excellent public relations and effective organizations. New York, 2002.<br /> * Hartwig: Trojanische Pferde der Kommunikation? Einfl&uuml;sse von Werbung und &Ouml;ffentlichkeitsarbeit auf Medien und Gesellschaft. 1999.<br /> * Peer Heinelt: &bdquo;PR-P&auml;pste&ldquo;.Die kontinuierlichen Karrieren von Carl Hundhausen, Albert Oeckl und Franz Ronneberger, Berlin 2003 (Karl Dietz Verlag), ISBN 3-320-02936-3<br /> * Dieter Herbst: Public Relations. Cornelsen Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-589-23512-8<br /> * Hering, Schuppener, Sommerhalder: &bdquo;Die Communication Scorecard&ldquo;, Bern, Stuttgart, Wien (Haupt Verlag, 2004<br /> * Knobel, Peter P.: Public Relations-Agenturen f&uuml;hren. F&uuml;r Auftraggeber und Agenturleiter, Viola Falkenberg Verlag Bremen, 2006. ISBN 3-937822-58-5.<br /> * Kunczik: Geschichte der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit in Deutschland. K&ouml;ln, 1997.<br /> * Kunczik: Public Relations. Konzepte und Theorien. K&ouml;ln, 2002.<br /> * Thomas Mavridis: Propaganda und Public Relations - Synonyme im 21. Jahrhundert? In: Volker J. Kreyher (Hrsg.): Handbuch Politisches Marketing. Impulse und Strategien f&uuml;r Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Baden-Baden: Nomos-Verlag 2004, S. 35-62.<br /> * Meffert: Marketing. Grundlagen der Absatzpolitik. Wiesbaden, 1991.<br /> * Merten, Klaus: Das Handw&ouml;rterbuch der PR. 2 Bde. 2000.<br /> * Meyer, Urs: Art. Public Relations, in: Historisches W&ouml;rterbuch der Rhetorik. Hg. v. Gert Ueding. T&uuml;bingen 2005, Sp. 455-452.<br /> * Oeckl, Albert: Taschenbuch des &Ouml;ffentlichen Lebens - Deutschland 2005.<br /> * Pfannenberg, J&ouml;rg und Ansgar Zerfa&szlig; (Hrsg.): Wertsch&ouml;pfung durch Kommunikation, Frankfurt a. M.: Frankfurter Allgemeine Buch 2005.<br /> * Ronneberger / R&uuml;hl: Allgemeine Theorie der Public Relations. Opladen, 2001.<br /> * Rota: PR- und Medienarbeit im Unternehmen. N&ouml;rdlingen, 1994.<br /> * R&ouml;ttger: Theorien der Public Relations. Wiesbaden, 2004.<br /> * Schweizer: Kommunikationsprozesse von Mitarbeiterzeitungen mittlerer Unternehmen. Bern, Frankfurt, 2004.<br /> * Szyszka: Auf der Suche nach Identit&auml;t. PR-Geschichte als Theoriebaustein. Berlin, 1997.<br /> * Fissenewert / Schmidt: Konzeptionspraxis, Eine Einf&uuml;hrung f&uuml;r PR- und Kommunikationsfachleute - mit einleuchtenen Betrachtungen &uuml;ber den Gartenzwerg. Frankfurt, 2002<br /> * Wedler, Ferdinand: Pressemitteilungen deutscher und franz&ouml;sischer Unternehmen im Internet - eine empirisch-linguistische Analyse. Stuttgart, ibidem, 2006.<br /> * Ansgar Zerfa&szlig;: Unternehmensf&uuml;hrung und &Ouml;ffentlichkeitsarbeit. Grundlegung einer Theorie der Unternehmenskommunikation und Public Relations, 2., erg&auml;nzte Auflage, Wiesbaden, VS Verlag f&uuml;r Sozialwissenschaften 2004.<br /> </p> <p>&nbsp;</p> <p>Corporate Design<br /> aus Wikipedia, der freien Enzyklop&auml;die<br /> Wechseln zu: Navigation, Suche</p> <p>Corporate Design [&#712;k&#596;&#720;&#633;p&#601;&#633;&#601;t d&#618;&#712;za&#618;n], auch Unternehmensoptik, bezeichnet einen Teilbereich der Corporate Identity und beinhaltet das gesamte visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens oder einer Organisation. Dazu geh&ouml;ren sowohl die Gestaltung der Kommunikationsmittel (Firmenzeichen, Gesch&auml;ftspapiere, Werbemittel, Verpackungen und andere) als auch das Produktdesign. Auch die Architektur wird bei einem durchdachten Corporate Design mit einbezogen.</p> <p>Die Gestaltung aller Elemente des Corporate Design geschieht unter einheitlichen Gesichtspunkten (Werbekonstanten), um bei jedem Kontakt einen Wiedererkennungseffekt zu erreichen. Das bedeutet zumeist, dass die Firmenfarben, ebenso wie das Firmenlogo oder ein anderes (beispielsweise geometrisches) Grundmotiv sich auf allen Kommunikationsmitteln befinden (meist auch an &auml;hnlicher Position und in &auml;hnlicher Anordnung). Ebenfalls Bestandteil des Corporate Designs kann eine konsequent verwendete Schriftart (Corporate Type) sein. Das Corporate Design findet oft auch bei den internen Kommunikationsmitteln Verwendung, damit auch Angestellte sich mit der Firma identifizieren und das Image des Unternehmens nach Au&szlig;en tragen.</p> <p>Um eine m&ouml;glichst effiziente Implementierung eines Corporate Designs gew&auml;hrleisten zu k&ouml;nnen, werden die einzelnen visuellen Basiselemente sowie exemplarische Anwendungen in Form eines Corporate-Design-Handbuchs dokumentiert und den Nutzern (wie Mitarbeitern, Partnern, Druckereien, Werbeagenturen) zur Verf&uuml;gung gestellt.</p> <p>Als Erfinder des Corporate Designs gilt Peter Behrens, der zwischen 1907 und 1914 als k&uuml;nstlerischer Berater f&uuml;r die AEG zum ersten Mal ein einheitliches Unternehmens-Erscheinungsbild eingef&uuml;hrt hat.</p> <p>Siehe auch [Bearbeiten]</p> <p> * Corporate-Design-Handbuch<br /> * Designagentur<br /> * Corporate Publishing<br /> * On Air Design</p> <p>Weblinks [Bearbeiten]</p> <p> * Corporate Identity Portal (Deutsch)<br /> * Corporate Identity Documentation (English)<br /> * A Website about Corporate Identity (English)<br /> * Was ist Corporate Design? Ursprung, Geschichte und Definition von Wolfgang Beinert<br /> </p> </body>

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